Keine Windpocken im Zentrum für Migration

Eschershausen (ozm) - Am 14. August .2015 informierte die Erstaufnahmeeinrichtung in Braunschweig darüber, dass dort seit dem 30. Juli 2015 ca. 20 Windpockenfälle aufgetreten seien. Die erkrankten Personen wurden außerhalb der Erstaufnahmeeinrichtung in Braunschweig isoliert.
Möglicherweise hatten drei Personen mit fehlender oder unbekannter Immunität gegen Windpocken, die am 10. August in das Zentrum für Migration in Eschershausen eingezogen sind, engen Kontakt zu erkrankten Personen.
Deshalb wurden am Freitag durch das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden sofort Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen. Ein vierköpfiges Mitarbeiterteam unter der Leitung von Amtsarzt Dr. Klaus Weber begab sich in die Einrichtung.
Da ein freiwilliges Impfangebot bei den Personen mit fehlender oder unbekannter Immunität auch zu diesem Zeitpunkt noch sinnvoll war, wurden alle Bewohner des Zentrums anhand von mehrsprachigen Merkblättern informiert und individuell beraten. Danach wurden, soweit möglich, die Bewohner vorsorglich gegen Windpocken geimpft und ihnen ein internationales Impfbuch ausgestellt.
Auch Mitarbeiter des Landkreises Holzminden, die vor Ort Dienst getan haben, sowie Personen des Hausdienstes und des Sicherheitsdienstes wurden informiert und beraten. Diejenigen, die nicht bereits geimpft waren oder die Krankheit nicht durchlaufen hatten, haben sich impfen lassen.
Gegen 19 Uhr war die Impfaktion abgeschlossen. Bisher ist kein Erkrankungsfall bekannt geworden.
Mitarbeiter des Gesundheitsamtes hatten bereits im Frühjahr dieses Jahres anlässlich der Masernerkrankungen, die in Deutschland zunahmen, darauf hingewiesen, dass alle Menschen ihren Impfstatus ärztlich überprüfen lassen sollten.

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