Kletterpflanzen im Vorgarten

Von Barbara Siebrecht
Kletterpflanzen können auch auf engem Raum einen tollen Blütenschmuck entwickeln oder für einen immergrünen Pelz sorgen. Ein Rosenbogen, der den Weg zum Eingang überspannt, grüßt Einwohner und Besucher mit Duft und Farbenpracht. Eine Kletterrose kann auch mit einer Waldrebe ergänzt werden, die sich am Gerüst der Kletterrose festhält und die Rose mit ihren Blütensternen bereichert.

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Die blauen Sterne der Waldrebe blühen gleichzeitig mit der weißen Rose.

© Fotos: Siebrecht

Auch einen halbhohen Zaun kann kann man gut mit einer Kletterrose beranken. Dafür eignen sich besonders Rambler-Rosen, die mit ihren flexiblen Trieben leicht am Zaun geleitet werden können. Kletterrosen benötigen immer eine Rankhilfe, die im Abstand von etwa 50 cm waagerecht und senkrecht der Pflanze Halt bietet. Bindet man die Triebe der Kletterrose waagerecht an, kann man mit besonders großer Blütenpracht rechnen. 
Zarte Blütenstars, die Waldreben:
Waldreben (Clematis) lieben es, wenn Wurzeln und Triebe beschattet sind, sich ihre Triebe aber in der vollen Sonne ausbreiten können. Eine riesige Auswahl an Arten und Sorten, von den gelben Glöckchen der Clematis tangutica bis zu den handtellergroßen Blütensternen der Hybridsorten, sind im Fachhandel erhältlich. Waldreben zählen zu den Rankern, die sich mit ihren Blattstielen selbst an gitterförmigen Rankhilfen verankern können. Baustahlgitter und ähnliche Konstruktionen mit geringem Stabdurchmesser sind für Waldreben ideal.

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Der Blauregen blüht im Mai, duftet betörend und zieht Bienen und Hummeln an.

© Fotos: Siebrecht

Jetzt im Juni blühen auch die zarten, weißen Blütenteller der Kletterhortensie. Diese Pflanze kann sich ähnlich wie der Efeu mit feinen Würzelchen an den Trieben selbst an Wänden verankern, ist aber längst nicht so wüchsig wie der immergrüne Efeu. Die Blätter der Kletterhortensie haben im Herbst eine ansprechende Gelbfärbung und fallen dann ab. Auch die Rinde der Triebe und die trockenen Blütenstände haben eine zierende Wirkung.

Schäden durch Kletterpflanzen?
Oft wird befürchtete, dass Kletterpflanzen Dach und Wand beschädigen könnten. Dies ist möglich, wenn sie an beschädigte Mauern mit Rissen gepflanzt werden. Die Triebe des Efeus wachsen auf der Suche nach festem Halt in die Spalten hinein und können sie durch ihr Dickenwachstum auseinander drücken. Efeu bildet neben den kurzen Haltewurzeln bei Kontakt mit feuchtem Mauerwerk auch Wurzeln an den Trieben, die in Rissen oder Fugen festwurzeln können. Für eine Begrünung von Naturstein- oder Trockenmauern ist Efeu daher nicht geeignet.

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Efeu klettert selbstständig an der Hauswand empor.

© Fotos: Siebrecht



Wer den schlingenden Blauregen um das Fallrohr der Dachrinne ranken lässt, muss damit rechnen, dass diese starkwüchsige Pflanze mit ihrem Dickenwachstum das Rohr zerdrückt. Für den starkwüchsigen Blauregen mit seinen prachtvollen, blauen Blütentrauben im Mai ist ein stabiles und hohes Gerüst notwendig, da ein Blauregen bis zu 10 Meter hoch ranken kann.

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