NINA warnt im Ernstfall

Kreis nutzt App, um Bevölkerung vor Gefahrenlagen zu warnen

Kreis Höxter (ozm) - Die Notfall-App NINA warnt jetzt auch vor größeren Gefahrenlagen, wie Hochwasser, Sturm oder Waldbrand, im Kreis Höxter. „Damit kann unsere Kreisleitstelle die Menschen jederzeit über das Smartphone mit wichtigen Warnmeldungen erreichen“, erklärt der Fachbereichsleiter für öffentliche Sicherheit beim Kreis Höxter, Matthias Kämpfer.

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Mit der App NINA erhalten Nutzer Gefahrenmeldungen der Kreisleistelle in Brakel direkt auf ihr Smartphone oder Tablet. Gemeinsam raten (v. l.) Jürgen Ditter (Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz des Kreises Höxter), Johannes Ritter (Leiter der Kreisleitstelle) und Matthias Kämpfer (Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Straßenverkehr des Kreises Höxter), die App zu installieren.

© Foto: Kreis Höxter

NINA ist eine Abkürzung für die „Notfall-, Informations- und Nachrichten-App“ des Bundes, die jeder auf dem eigenen Smartphone oder Tablet installieren kann. „Das ist auch sehr zu empfehlen“, rät der Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz des Kreises, Jürgen Ditter. Denn über die App werden deutschlandweit wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes sowie aktuelle Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer versendet.
Speziell auf die Region bezogene Warnmeldungen kann die Leitstelle des Kreises Höxter jetzt auch direkt über die Warn-App NINA versenden. „In der App können die Nutzer selbst festlegen, für welche Stadt sie Warnmeldungen erhalten möchten“, erläutert der Leiter der Kreisleitstelle, Johannes Ritter.
Die Warn-App ist so voreingestellt, dass aktuelle Nachrichten über Gefahrensituationen direkt auf dem Bildschirm des Smartphones oder Tablets erscheinen, ohne dass die App geöffnet sein muss. „Erstmals erfolgreich erprobt haben wir die Warn-App NINA bei unserem letzten kreisweiten Sirenentest“, berichtet Ritter. Er hofft, dass viele Bürgerinnen und Bürger des Kreises die App nutzen werden. „Denn das ist ein schneller und direkter Weg, die Menschen im Ernstfall vor drohenden Gefahren zu warnen. Auch können wir Hinweise zum richtigen Verhalten in Gefahrensituationen geben“, betont er.
Ein mögliches Szenario für den Einsatz der App könnte laut Ritter ein Großbrand mit giftiger Rauchentwicklung sein. „In einem solchen Fall könnten wir zusätzlich zu Warnmeldungen über Radio oder Internet auch über die App dazu aufrufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten“, nennt Ritter ein Beispiel.
Neben der Warnfunktion bietet die App auch Notfalltipps zu verschiedenen Themen des Bevölkerungsschutzes. Das beinhaltet Checklisten für einen Notvorrat, einen Notfallrucksack oder die Hausapotheke sowie Tipps, wie wichtige Dokumente sicher aufbewahrt werden können.
Technische Basis der Warn-App NINA ist eine Anbindung der Leitstelle an das so genannte modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS). Damit haben die Mitarbeiter nicht nur die Möglichkeit, wichtige Meldungen an die Warn-App NINA zu übertragen, sondern auch direkt an regionale und überregionale Medien zu versenden.
Nutzer können die kostenlose Warn-App NINA einfach über iTunes oder den Google-Play-Store für die Betriebssysteme iOS (ab Version 8) und Android (ab Version 4) auf ihrem Smartphone oder Tablet installieren. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de.

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