Landfrauen übergeben Spende

Landfrauen übergeben Spende

Von Barbara Siebrecht
Beverungen/Brakel – Während des ersten Feierabendmarktes in Beverungen, erprobten die örtlichen Landfrauen eine neue Idee und bauten eine Pflanzentauschbörse mit Ableger-Verkauf auf. Die Erlöse übergaben die Vertreterinnen in Brakel nun an Dagmar Hensler, die Leiterin des Frauen- und Kinderschutzhauses des Kreises Höxter.

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Petra Schlüter und Katja Hübner vom Landfrauenverband (v. l.) und Dagmar Hensler vom Frauen- und Kinderschutzhaus Höxter bei der Spendenübergabe.

© Foto: Siebrecht

Bei der Pflanzentauschbörse boten Landfrauen des Bezirks Beverungen getopfte Ableger und Samen aus ihren Gärten zum Tausch an. So wechselten unter anderem Storchschnabel, Taybeere, Waldsegge und Taglilie von Hobby-Gärtnerin zu Hobby-Gärtnerin. Überzählige Ableger, selbst gemachter Likör, Kinderschürzen und vieles mehr wurden zugunsten des Frauenhauses verkauft. Die Organisatorinnen hatten sich dazu entschieden, mit ihrer Aktion Frauen und Kinder, die vor häuslicher Gewalt fliehen, zu unterstützen. Stellvertretend für das Team der engagierten Frauen übergaben Petra Schlüter, Vorsitzende des Bezirks Beverungen und die Geschäftsführerin des Kreislandfrauenverbandes, Katja Hübner den Spendenscheck in Höhe von 353 Euro. Mit großer Freude nahm Dagmar Hensler von Sozialdienst katholischer Frauen, dem Träger des Frauenhauses, die Spende entgegen. Sie dankte den Landfrauen für ihr Engagement zugunsten von Frauen und Kindern in Not.
Im Frauenhaus des Kreises Höxter stehen Unterkünfte für 9 Frauen und 10 Kinder bereit, die fast immer belegt sind. „Wir haben oft am selben Tag noch einen Einzug, wenn jemand auszieht“, berichtete Dagmar Hensler und ist überzeugt: „die vorhandenen Plätze reichen nicht aus“. Für Frauen und Kinder, die in ihrem Heim Gewalt erleben müssen, ist das Frauenhaus eine Zuflucht, die Tag und Nacht unter der Nummer: 0171 54 30 155 zu erreichen ist. Im Frauenhaus finden die Frauen und Kinder, die teilweise in Lebensgefahr sind, Schutz, finanzielle Nothilfe und persönliche und rechtliche Beratung. Unter dieser Nummer können sich Frauen auch diskret und anonym beraten lassen. „In der Corona-Krise ist die Kontaktaufnahme für die Frauen schwieriger geworden, denn sie sind seltener unbeobachtet“, berichtete Dagmar Henzler.
In der Regel haben die geflohenen Frauen kein eigenes Konto oder Geld, müssen aber einen Tagessatz von 25 Euro bezahlen, der aus Spendengeldern abgedeckt werden muss. Voraussichtlich wird das Spendengeld der Landfrauen für diese Topf verwendet oder in die Anschaffung neuer Bettwäsche investiert.

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