Freiwilligendienst trotz Corona-Pandemie weiterhin möglich

Landschaftsstation bietet freie Plätze im Naturschutz an

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Mahdgut einer artenreichen Spenderfläche wird auf eine zu entwickelnde Empfängerfläche aufgetragen

© Foto: Landschaftsstation

Borgentreich (wrs) - Durch die Corona-Pandemie sind eine Reihe von Alternativen für junge Leute nach der Schule weggefallen: Auslandsjahre, Work and Travel, Praktikumsplätze sind nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen realisierbar. Die Landschaftsstation im Kreis Höxter e.V. ist mit ihrem Angebot weiterhin ein stabiler Anker im Bundesfreiwilligendienst. Die vielen praktischen Arbeiten in der Natur lassen sich entsprechend den aktuellen Corona-Bedingungen realisieren, dazu zählen auch Corona-kompatible Bildungsangebote. Gerade für junge Menschen kann der Bundesfreiwilligendienst nach dem Schulabschluss Sinn machen: sie können sich erst mal orientieren und in Berufe reinschnuppern.
Etwas Praktisches machen, in der Natur arbeiten und sich fit halten sind einige der Überlegungen der jungen Frauen und Männer gewesen, sich nach Ihrem Schulabschluss für den Bundesfreiwilligendienst in der Landschaftsstation im Kreis Höxter mit Sitz in Borgentreich zu entscheiden. Sie erhielten vertiefende Einblicke in die facettenreiche Naturschutzarbeit, bevor sie beispielsweise an Hochschulen wieder ihren Lernrhythmus aufnahmen.
Dabei wird der Bundesfreiwilligendienst durchaus nicht nur jungen Menschen, sondern allen Frauen und Männern jeden Alters nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht angeboten. Der Borgentreicher Naturschutzstation liegen auch in diesem Jahr bereits wieder erste Bewerbungen vor. Allerdings bietet die Station diesmal bereits ab April wieder freie Plätze für Interessierte an, die ihr praktisches Können und ihr theoretisches Wissen in den „Grünen Berufen“ erweitern möchten.
Allein der Arbeitsplatz ist bereits Vielfalt pur. Schließlich besteht er aus schütteren Kalkmagerrasenflächen, weitläufigen Feuchtgebietskomplexen sowie großflächigen Buchenwaldsystemen, also aus Lebensräumen, die eine artenreiche Flora und Fauna beherbergen.
Zu den regelmäßigen Aufgaben der Bundesfreiwilligen zählen die motormanuelle Pflege artenreicher Trockenrasen, der Bau von Nisthilfen, die Anlage von Trockenmauern für Reptilien, die Erfassung von Fischbestände mithilfe der E-Befischung oder die Kartierung
blütenbunter Orchideen-Vorkommen. Das Team in der Borgentreicher Station besteht aus Biologen, Geographen, Landespflegern und einem Agraringenieur. Die Mitarbeiter bieten interne Fortbildungen und ermöglichen Bundesfreiwilligen Einblicke in wissenschaftliche Aufgabenstellungen, beispielsweise bei vegetationskundlichen und faunistischen Erhebungen. Weitere Informationen liefert die Homepage unter www.landschaftsstation.de.
Der Bundesfreiwilligendienst zeichnet sich generell durch ein umfangreiches Bildungsangebot aus. Bei einer Einsatzzeit von einem Jahr können Bundesfreiwillige insgesamt 25 Bildungstage kostenfrei in Anspruch nehmen und erhalten weitere 22 Tage Urlaub. Das freiwillige Engagement wird mit der Zahlung eines Taschengeldes sowie der Übernahme von Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Sozialversicherungsbeiträgen abgefedert. Der Arbeitsort für Bundesfreiwillige der Landschaftsstation liegt in Ottbergen sowie zeitweise in der Borgentreicher Geschäftsstelle.
Die Station freut sich auf Bewerberinnen und Bewerber, deren Anfragen und Bewerbungen per Mail unter mindermann@landschaftsstation.de oder unter der Rufnummer 05643-948806 entgegen genommen werden.

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