572 Notrufe registriert

Laute Silvesternacht mit Vielzahl an Notrufen

Erfurt - Die Thüringer Polizeidienststellen berichteten über eine alles in allem, laute aber meist friedliche Silvesternacht ohne herausragende Vorkommnisse. In der gesamten Nacht bis 04.00 Uhr wurden 572 Notrufe registriert. 

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Laute Silvesternacht.

© Foto: dp

Im Vergleich zur normalen Nacht etwa die doppelte Anzahl. Dabei waren innerhalb der ersten 30 Minuten nach Mitternacht allein über 110 Notrufe zu registrieren und die notwendigen Einsätze zu veranlassen. Das hier nicht immer sofort Polizei vor Ort war, ist sicher verständlich. Eine für die Einsatzzentrale und die Beamten der Dienststellen hektische Zeit. Insgesamt wurden Silvester und Neujahr bisher 51 Vorkommnisse mit Pyrotechnik festgestellt und gemeldet. Dabei wurden nach Kenntnis der Landeseinsatzzentrale mindestens 7 Personen verletzt. In einem Fall wurde durch einen TV einem neunjährigen Kind ein bereits gezündeter Böller in die Hand gegeben, der dort detonierte. Das Kind erlitt leichte Verletzungen und wurde ärztlich behandelt. Ein 45jähriger Altenburger hingegen wurde durch einen in der Hand detonierten Böller so schwer verletzt, dass er in die Uniklinik Leipzig gebracht werden musste und dort operiert wird. Bisher ist davon auszugehen, dass die Verletzung durch unsachgemäße Handhabung eines Silvesterböllers oder das zum Anzünden verwendete Feuerzeug geschah. 8 Brände, die nachweislich durch Böller oder Raketen verursacht wurden, mussten durch die Feuerwehren gelöscht werden. 

Dabei kam es auch zum Brand auf einem Balkon der Asylunterkunft in Weimar, Ettersburger Straße durch eine Silvesterrakete. Gegen 01.45 Uhr kam es zu einem Brand auf dem Gelände des Gymnasiums in der Ahornstraße in Gera. Da die Schule erst kürzlich renoviert wurde, beläuft sich der Sachschaden vermutlich auf etwa 20 000 Euro. Hier ist die Ursache noch unklar. Bei einigen weiteren der insgesamt 18 Brände besteht der Verdacht, dass auch diese durch Raketen oder Böller verursacht wurden. Eine Gesamtschadenssumme wird etwa 50 000 Euro betragen. Im Verlauf der Nacht wurden darüber hinaus 58 Körperverletzungen angezeigt. Weitere Körperverletzungen wurden durch die Geschädigten mit der Information mitgeteilt, dass Sie erst am Folgetag zur Polizei gehen möchten, um Anzeige zu erstatten. Meist waren diese Körperverletzungen wechselseitige, so dass vermutlich noch weitere Anzeigen hinzu kommen. Auffällig war zudem, dass in mehreren, mindestens fünf Fällen, Nachbarschaftsstreitigkeiten nunmehr über Silvester durch gegenseitiges Werfen oder Schießen mit Raketen und Böllern auf die Grundstücke „ausgetragen“ wurden. Ein wahrlich gar nicht friedfertiger Anfang des Jahres 2015 zwischen diesen Nachbarn.

 

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