Lösch- und Katastrophenschutzfahrzeug offiziell in Betrieb genommen

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© Foto: Volker Schauf, Landkreis Holzminden

Stadtoldendorf (ozm) - 345.000 Euro hat es den Landkreis Holzminden gekostet, es soll künftig nicht nur wertvolle Hilfe bei Löscheinsätzen, sondern auch im Katastrophenfall bieten. Mit einer feierlichen symbolischen Schlüsselübergabe durch Landrat Michael Schünemann wurde das Löschfahrzeug LF20 KatS an die Kreisfeuerwehrbereitschaft und anschließend an die Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf übergeben.
Schon Ende letzten Julis war das Fahrzeug von den Herstellern an die Kreisfeuerwehr in die Feuerwehrtechnische Zentrale nach Holzminden ausgeliefert worden. Doch bis zur endgültigen Abnahme mit abschließendem technischen Feinschliff hatte es noch einmal einige Zeit gedauert. Vor dem Einweihungstermin hatte das LF20 KatS dennoch schon fünf Einsätze gefahren, allein die enge Terminlage aller Beteiligten hatte in der Vorweihnachtszeit und zwischen den Jahren die offizielle Übergabe noch einmal ein wenig verzögert. In Anwesenheit des stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Feuerschutz und Ordnung Hans-Dieter Steenbrock und von Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders konnte dies jetzt mit der Schlüsselübergabe an Kreisbrandmeister Jens Heinemeier nachgeholt werden. Der Kreisbrandmeister gab den Schlüssel anschließend an den stellvertretenden Samtgemeindebrandmeister Dascho Wehner, der diesen an den Ortbrandmeister Jens Siebeneicher weiter reichte.
In Stadtoldendorf dient das LF20 KatS normalen Einsätzen der Feuerwehr, es ersetzt das vorher dort eingesetzte, inzwischen aber abgängige LF16. Im Katastrophenfall soll es jedoch auch kreisweit, bei Anforderung sogar überregional eingesetzt werden. Dafür hat das Fahrzeug eine besondere Ausstattung. Der Wassertank fasst 2.300 Liter, an Schaum werden sechs Kanister mit je 20 Litern transportiert. Eine eingebaute Pumpe kann bis zu 3.000 Liter pro Minuten fördern, eine im Geräteraum des Wagens mitgeführte Tragkraftspritze dazu noch einmal 1.500 Liter zusätzlich. Der Löschschlauch des Fahrzeugs ist darüber hinaus 600 Meter lang und kann bis zu 300 Meter während der Fahrt in Schnellverlegung ausgerollt werden.
An der Finanzierung des LF20 KatS hatte sich auch die Öffentliche Versicherung Braunschweig mit 3.500 Euro beteiligt. Mit einem symbolischen Scheck wurde auch dieser Beitrag noch einmal entsprechend gewürdigt.