Die Osteuropa-Expertin der Grünen, Marieluise Beck, erklärte mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin, "das Regime Putin" sehe sich "nicht einmal mehr genötigt, auch noch nur den Anschein einer rechtsstaatlichen Fassade aufrechtzuerhalten". Sie warf Putin vor, die drei Musikerinnen "zu seinen persönlichen Gefangenen zu machen".
Kritik kam auch von Grünen-Chefin Claudia Roth. Putin nutze "die Justiz um mutige Kritikerinnen mundtot zu machen". Die "drakonische Strafe gegen die Künstlerinnen" zeige, "dass Russlands Führung demokratische Bewegungen massiv blockieren und Rechtsstaatlichkeit untergraben will". Roth forderte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) auf, im Namen der Bundesregierung gegen das Vorgehen zu protestieren.
Die Band Pussy Riot hatte im Februar in einer Moskauer Kathedrale ein "Punk-Gebet" gegen Putin gesungen, der damals als Ministerpräsident vor seiner Rückkehr in den Kreml stand. Darin hieß es: "Maria, Mutter Gottes - verjage Putin!". Zum Prozessauftakt am Freitag verlängerte ein Moskauer Gericht die Untersuchungshaft für die seit März inhaftierten Musikerinnen bis Januar 2013.
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