Seehofer hatte zuvor in einem "Stern"-Interview mit dem Bruch der Koalition gedroht, sollte die Bundesregierung den Euro-Krisenstaaten weitere finanzielle Zugeständnisse machen. Nach dem Brüsseler EU-Gipfel sehe er großen Erklärungsbedarf, sagte Seehofer. Bei der FDP hatten Seehofers Äußerungen für Verärgerung gesorgt.
Beim EU-Gipfel Ende Juni hatten Spanien und Italien eine Vereinbarung durchgesetzt, die es dem künftigen Euro-Krisenfonds ESM ermöglichen soll, unter bestimmten Voraussetzungen auch direkt Kapital an angeschlagene Banken vergeben zu können. Der ESM und der bisherige Rettungsfonds EFSF sollen überdies ohne ein allzu strenges Auflagenprogramm Staatsanleihen von Euroländern kaufen können, die trotz Erfüllung der EU-Haushaltsvorgaben am Markt hohe Zinsen für ihre Schuldscheine zahlen müssen.
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