Erste Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen

Metall- und Elektroindustrie stellt sich auf Streiks ein

Berlin (AFP) - Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie stellen sich nach den Worten ihres Verbandschefs auf eine Zuspitzung des Tarifkonflikts ein. Martin Kannegiesser, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, sagte der "Bild"-Zeitung, es könne "durchaus" zu einer Zuspitzung kommen. "Das wäre bedauerlich, dann aber nicht zu ändern." IG-Metall-Chef Berthold Huber hatte bei einer Kundgebung am Dienstag eine Urabstimmung und unbefristete Streiks angekündigt, sollte es nicht bis Pfingsten ein Verhandlungsergebnis geben.
Demonstrierende Metaller in Düsseldorf Bild anzeigen
Demonstrierende Metaller in Düsseldorf © AFP

Bei ersten Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen legten am Morgen 800 Beschäftigte des Sprinter-Werks von Daimler in Düsseldorf die Arbeit nieder. "Wenn sich die Arbeitgeber nicht endlich in Bewegung setzen, dann sind die heute beginnenden Warnstreiks nur der Anfang. Wir sind bereit für Streit", erklärte Oliver Burkhard, Bezirksleiter und Verhandlungsführer in Nordrhein-Westfalen, bei einer Kundgebung vor dem Werkstor.

Am Donnerstag sollen tausende Beschäftigte in mehr als hundert Betrieben in Nordrhein-Westfalen für bis zu vier Stunden die Arbeit niederlegen. Die IG Metall hatte am Sonntag eine Warnstreik-Welle gestartet, um den Druck auf die Arbeitgeber zu verstärken.

Die IG Metall will für die bundesweit rund 3,6 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme von Ausgebildeten und mehr Mitsprache beim Einsatz von Leiharbeitern. Die Arbeitgeber bieten ein Lohnplus von 3,0 Prozent für eine Vertragslaufzeit von 14 Monaten und lehnen die übrigen Forderungen ab.

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