Unterhaltungsgeschäft wird von Verlagen getrennt

Murdochs Medienkonzern spaltet sich in zwei Konzerne auf

New York (AFP) - Der umstrittene US-Medienkonzern News Corp. des Milliardärs Rupert Murdoch spaltet sich in zwei Unternehmen auf. Die profitablen Film- und Fernsehfirmen einschließlich der Filmstudios 20th Century Fox und des Fernsehsenders Fox News werden so von den teilweise angeschlagenen Zeitungs- und Buchverlagen getrennt, wie der Konzern in New York mitteilte. Beide Unternehmensteile sollen an der Börse notiert sein.
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Rupert Murdoch © AFP

Murdoch soll den Angaben zufolge beiden Sparten vorstehen. Mit der neuen Konzernstruktur würden die Unternehmensteile ihr "volles Potenzial" erreichen können, erklärte der Australier. "Wir haben festgestellt, dass mit der Schaffung der neuen Struktur die Geschäftsabläufe vereinfacht und die strategischen Prioritäten besser angepasst werden können." Die Aufspaltung, der die Aktionäre noch zustimmen müssen, könnte den Angaben zufolge innerhalb eines Jahres vollzogen werden.

Der Murdoch-Konzern war im vergangenen Jahr wegen eines Abhörskandals in Großbritannien in die Kritik geraten. In der Folge wurde das Boulevardblatt "News of the World" geschlossen, mehrere leitende News-Corp-Mitarbeiter traten zurück. Im Zuge der Affäre hatten Anteilseigner sogar einen kompletten Verkauf der Zeitungen ins Gespräch gebracht. Zu den Printprodukten von News Corp. gehören unter anderem das "Wall Street Journal" und die "Times of London".

Nach ersten Spekulationen über eine Aufspaltung des Konzerns Anfang der Woche hatte der Aktienkurs von News Corp. bereits deutlich zugelegt. Der Umbau könne helfen, "den Abhörskandal vom Rest des Unternehmens zu isolieren", sagte Analyst Andrew Anagnostellis von der Deutschen Bank.

Möglicherweise könnte Murdoch einen erneuten Anlauf wagen, den britischen Bezahlsender BSkyB zu kaufen. Der Medienmogul hatte nach Bekanntwerden des Skandals im Juli 2011 unter öffentlichem Druck auf eine vollständige Übernahme des Senders verzichtet, an dem sein Konzern 39 Prozent der Anteile hält. Murdoch erklärte allerdings, die geplante Aufspaltung "ist keine Reaktion auf irgendetwas in Großbritannien".

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