Stadt Höxter

NRW-weit erste Förderung aus Digitalpakt Schule

Höxter (ozm) - Als erste Kommune in Nordrhein-Westfalen erhält die Stadt Höxter Mittel aus dem Digitalpakt Schule. Schulministerin Yvonne Gebauer übergab am Freitag, 6. Dezember, im Beisein der Detmolder Regierungspräsidentin Judith Pirscher den Förderbescheid an Höxters Bürgermeister Alexander Fischer.

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Bürgermeister Fischer (v.r.), NRW Schulministerin Gebauer und Regierungspräsidentin Pirscher freuen sich mit Verwaltungsmitarbeitern, Schulleitungen und Vertretern des Schulausschuss, dass Höxter die ersten Mittel aus dem Digitalpakt erhält.

© Foto: privat

86.751 Euro erhält die Stadt nun durch ihren ersten Antrag aus dem Digitalpakt für eine neue Serverlösung. Damit können an den 5 Grundschulen und 3 weiterführenden Schulen können die Server in den Schulgebäuden erneuert und erweitert werden.
Ministerin Gebauer machte bei ihrem Besuch in Höxter deutlich: „Beste Bildung braucht beste Bedingungen. Die Landesregierung ist angetreten, um die Voraussetzungen für zeitgemäßen Unterricht zu schaffen. Zeitgemäßer Unterricht kann nur gelingen, wenn unsere Schulen auch zeitgemäß ausgestattet sind.“ Sie freue sich sehr, dass die Schulträger bei dieser wichtigen Aufgabe die Unterstützung von Bund und Land annehmen würden. „Mit der Umsetzung des Digitalpakts machen wir einen großen Sprung und einen wichtigen Schritt zu bester digitaler Bildung in Nordrhein-Westfalen“, so die Ministerin.
„In Höxter haben Politik und Verwaltung unseren Schulen immer die höchste Priorität gegeben. Daher wollen und müssen wir die zukunftsgerechte Ausstattung sicherstellen“, stellte auch Bürgermeister Fischer fest: „Digitale Angebote und Lernmethoden sind dabei keine Ausnahme sondern eine Grundvoraussetzung. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir hierfür mit dem Digitalpakt von Land und Bund erhalten.“ Gerade in Kommunen, die unter wachsenden finanziellen Belastungen stehen, kann die Förderung notwendige Investitionen in die digitale Infrastruktur ermöglichen.
Auch Detmolds neue Regierungspräsidentin Judith Prischer freute sich, dass der erste Förderbescheid aus dem Digitalpakt im Regierungsbezirk Detmold übergeben werden konnte: „Das setzt ein positives Zeichen für die Region Ostwestfalen-Lippe und ist sicher für alle ein Ansporn, in diesem Tempo weiterzumachen. Die Stadt Höxter zeigt mit ihrem Beispiel, dass auch und gerade der ländliche Raum die Chancen des Digitalpaktes sieht und tatkräftig nutzt.“
Bislang sind landesweit 26 Förderanträge aus dem Digitalpakt Schule eingegangen. Sechs davon stammen aus dem Regierungsbezirk Detmold. Dass die Stadt Höxter ihren Antrag so früh stellen konnte, liegt daran, dass hier bereits gute Vorarbeit geleistet worden sein, erklärt Bürgermeister Fischer: „Bereits 2017 hat unser Rat einen umfangreichen und zukunftsweisenden Medienentwicklungsplan verabschiedet.“ Auf Basis des Planes waren Gespräche mit den Schulleitungen geführt worden, um die jeweiligen Bedarfe zu erfassen. Bereits getätigte Investitionen sollen nun mit den Mitteln aus dem Digitalpakt Schule unterstützt werden.
Nachdem der Digitalpakt 2018 und 2019 durch eine Änderung des Grundgesetzes möglich gemacht worden war, wurden durch die Bundesregierung etwa 5 Milliarden Euro bereitgestellt. Nordrhein-Westfalen nach dem Königsteiner Schlüssel aus diesem insgesamt 1,054 Milliarden. Für alle Schulträger wurde ein Förderbudget festgelegt, das bei der Antragstellung zu berücksichtigen ist. Für Höxter sind dies über 900.000 Euro.
Mit den Fördermitteln können Investitionen in die IT-Infrastruktur einer Schule getätigt werden. Die Zuwendung erfolgt in Form einer Projektförderung in Höhe von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Der Eigenanteil der Schulträger beträgt 10 Prozent.
Die Stadt Höxter bereits in den vergangenen Jahren mit Anschaffungen von Präsentationstechnik, digitalen Arbeitsgeräten und Endgeräten wichtige Investition in die digitale Infrastruktur gemacht. An den Grundschulen im Stadtgebiet kommen Windows Tablets zum Einsatz, während an den weiterführenden Schulen Apple IPads genutzt werden. Die Beamer können durch AppleTV den Bildschirm der Tablets projizieren.
Begleitet werden die Anschaffungen durch Fortbildungen des Lehrerkollegiums. Außerdem wurden in der EDV-Abteilung der Stadtverwaltung zwei Vollzeitstellen geschaffen, die ausschließlich für unsere Schulen zuständig sind.
Mit der durch den Digitalpakt ermöglichten Serverlösung werden diese Maßnahmen nun ergänzt. Neben Bereitstellung, Betrieb und Wartung der Hardware kommt bei ihr auch eine neue Software zum Einsatz.
Ein wichtiger Aspekt ist bei dabei der einheitlichen Benutzeroberfläche. Hier haben sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte Zugang zu ihren Emails, Kalendern und Stundenplänen.
Dateien können für eigene Nutzer gespeichert werden und bei Bedarf mit Gruppen oder Klassen geteilt und bearbeitet werden. So wird auch der schnelle Zugriff im Unterricht sichergestellt. die Anbindung von Druckern, Tablets, Computer und Smartphones im Schulnetzwerk und die Anmeldung eigener Geräte im WLAN erfolgt ebenfalls über unsere Serverlösung. Dadurch, dass die Server in den Schulen stehen, profitieren wir von schnellen Verbindungen, aber ein sicherer Zugriff ist auch über das Internet möglich. Da an allen Schulen das gleiche System intuitiv nutzbare System zum Einsatz kommt, wird ein stadtweiter Standard geschaffen, der zum Beispiel auch den Schulwechsel innerhalb der Stadt erleichtern wird.
Auch in den nächsten Jahren wird die Stadt Höxter die Maßnahmen vorantreiben. „Zurzeit wird an unserer Realschule der Glasfaseranschluss verlegt. Auch die Infrastruktur um Bereich WLAN soll weiter ausgebaut werden“, berichtet Bürgermeister Fischer: „Momentan befinden wir uns in der Erarbeitung weiterer Anträge für Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Arbeitsgeräte und mobile Endgeräte.“ Auch hier wird die Stadt weiter die Förderung durch den Digitalpakt Schule nutzen.

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