"Millionen Tiere leben und sterben jedes Jahr und viele von ihnen werden zufällig zu Fossilien, aber es gibt wirklich keinen Grund, warum das ausgerechnet passieren sollte, wenn sie sich gerade vermehren", beschrieb der Geowissenschaftler Walter Joyce von der Universität Tübingen den seltenen Fund. Die Chance, dass zwei Partner im selben Moment sterben, sei ohnehin sehr gering, sagte Joyce der Nachrichtenagentur AFP.
Für ihn und die anderen beteiligten Experten ist der Fund ein Beweis dafür, dass das Wasser im früheren Vulkansee Messel vermutlich durch Vulkan- oder Faulgase in der Tiefe giftig wurde. Das Schildkrötenpaar begann mit seinem Liebesspiel wahrscheinlich an der noch sauerstoffhaltigen Oberfläche, tauchte dann in den giftigen Bereich ab und starb.
Eine Eigenheit wurde den Tieren dabei zusätzlich zum Verhängnis: "Wenn das Männchen es einmal geschafft geschafft hat, das Weibchen zu besteigen, erstarrt das Paar oft in dieser Position, bevor es sich wieder trennt", erklärten die Forscher. Immerhin wurden die beiden Wasserschildkröten so zum ältesten je bei der Paarung gefundenen Wirbeltierpaar.
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