41-Jähriger beklagte Leistungsdruck

Nach Suizidversuch: Schiedsrichter Rafati tritt zurück

Frankfurt/Main (AFP) - Babak Rafati hat seine Schiedsrichter-Karriere beendet. Gut sechs Monate nach dem Selbstmordversuch des 41-Jährigen bestätigte DFB-Vizepräsident Karl Rothmund den Rücktritt des einstigen FIFA-Referees. "Babak Rafati hört als Schiedsrichter auf. Ich bedaure das, weil er ein herausragender Unparteiischer war und ein sympathischer Mensch ist. Aber ich kann es auch nachvollziehen", sagte Rothmund.
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Rafati © AFP

Rafati hat seit 2005 unter anderem 84 Erstliga-Partien, 102 Zweitliga-Spiele sowie zwei Länderspiele gepfiffen. Der Hannoveraner hatte sich am 19. November 2011 vor dem Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05, das unter seiner Leitung hätte stattfinden sollen, im Badezimmer eines Kölner Hotels die Pulsadern aufgeschnitten. Gefunden wurde Rafati von seinen Assistenten, die entscheidend dabei halfen, dem Niedersachsen mit persischen Wurzeln das Leben zu retten.

Rafati hatte einige Tage nach dem Suizidversuch über seinen Anwalt verlauten lassen, er sei dem Leistungsdruck als Schiedsrichter nicht mehr gewachsen gewesen. Der Bankkaufmann löste damit eine erneute Debatte um den Umgang von Spielern, Vereinsvertretern und den Medien mit den Unparteiischen aus.

Fünf Monate nach dem schicksalhaften Tag hatte Rafati, der von 2008 bis September 2011 als FIFA-Schiedsrichter tätig war, den unsichtbaren Feind besiegt und bereits sein neues Leben geplant. "Ich bin wieder gesund", hatte Rafati vor gut einem Monat gesagt. Schon damals hatte sich aber ein Abschied von der Fußball-Bühne angedeutet. Am kommenden Montag feiert Rafati seinen 42. Geburtstag.

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