Energieversorger EAM übernimmt BeSte Stadtwerke

Name „BeSte“ bleibt erhalten

Von Peter Vössing
Beverungen – Die BeSte–Stadtwerke haben einen neuen Besitzer. Der Vertrag zum Verkauf des Energieversorgers wurde jetzt durch einen Vertrag mit der EAM aus Kassel unterschrieben. Der Name BeSte soll in Zukunft erhalten bleiben.

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Der Firmensitz der BeSte in Beverungen.

© Foto: Vössing

Nach finanzieller Schieflage war dieser Verkauf durch die Eigentümer, die Stadtwerke der Städte Bad Driburg, Beverungen, Steinheim, Warburg sowie Borgentreich notwendig geworden. Eine gute Nachricht erhielten die 34 Mitarbeiter. Diese werden von der EAM übernommen, die weiterhin auf eine Flächenpräsenz mit Ansprechpartnern vor Ort setzen möchte.
Die 55.000 Strom- und Gaskunden aus dem Kreis Höxter bekommen somit einen neuen Anbieter. Die Abwicklung aller Formalitäten soll, laut Auskunft des Beste-Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeisters von Beverungen, Hubertus Grimm, bis Ende März beendet sein. „Vielleicht kann der Vollzug sogar bereits Ende des Jahres vermeldet werden“, ergänzte Grimm. Er erzählte, dass es insgesamt vier Kaufinteressenten gegeben habe, dabei habe nun der Idealkandidat den Zuschlag erhalten.
Auch im Lager der EAM GmbH & Co. KG ist man mit dem Vertragsabschluss zufrieden. Hans-Hinrich Schriever, Geschäftsführer der EAM GmbH & Co. KG: „Wir freuen uns, dass wir mit den kommunalen Gesellschaftern eine faire Einigung zum Erwerb der BeSte finden konnten, die für alle Beteiligten vorteilhaft ist. Durch die Integration in die EAM wird die Zukunft der BeSte auf eine solide und nachhaltige Basis gestellt. Der kommunale Charakter der BeSte wird bewahrt, denn die EAM ist selbst ein zu 100 Prozent kommunales Unternehmen und das EAM-Geschäftsgebiet liegt in der direkten Nachbarschaft zum Gebiet der BeSte. Künftig können die Kunden von Angeboten profitieren, die die BeSte und die EAM gemeinsam entwickeln werden. Die EAM wird darüber hinaus – so wie bereits in der Vergangenheit – partnerschaftlich mit den Kommunen im Kreis Höxter zusammenarbeiten.“
Carsten Torke, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der BeSte und Bürgermeister von Steinheim: „Wir freuen uns, dass wir bei Vollzug des Kaufvertrages für die mehr als 55.000 Kundenverträge, die die BeSte wertmäßig ausmachen, einen angemessenen positiven Unternehmenswert bezahlt bekommen werden. Dabei haben wir nicht versucht, den Kaufpreis zu erhöhen, indem wir nur die Kundenverträge im Rahmen eines sog. Asset-Deals verkaufen und die Belegschaft der BeSte fallen lassen bzw. abwickeln wollten. Wir haben vielmehr im Rahmen eines sog. Share-Deals verantwortlich verkauft, d.h. alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden mit dem Verkauf von der EAM-Gruppe übernommen. Darüber hinaus freut es mich, dass bei Vollzug des Verkaufs diejenigen Gesellschafter, die in herausfordernden Zeiten zur BeSte und ihrer Belegschaft gestanden und sie durchfinanziert haben, gestundete Forderungen ebenfalls bezahlt bekommen werden.“
Die Verantwortlichen aus den Städten teilten mit, dass man nach einer negativen Bilanz im Jahr 2018 (2,5 Mio. Euro minus), im Jahr 2019 durch die 2018 erfolgte Aufgabe des Netzbetriebes den Umschwung geschafft habe und das Jahr 2019 mit einem Plus von 450.000 Euro abschließen konnte. Fehler seien durch die Mehrpersonen-Geschäftsführung, wirtschaftliche Schwächen und Schwächen in der Geschäftsleitung entstanden. Ein Pfund, mit dem man bei den Verkaufsverhandlungen wuchern konnte, seien die 55.000 Kunden der BeSte gewesen, wodurch man einen adäquaten Preis für das veräußerte Unternehmen erzielt habe. Dadurch sei dem Steuerzahler kein Schaden entstanden. Über die Kaufsumme, die aber angemessen und marktüblich gewesen sein soll, wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart.

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