Gemeinschaftsfinanzierung der Stadt Kassel und drei Landkreisen

Neue Corona-Testgeräte am Klinikum Kassel

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Die Stadt Kassel und die Landkreise im Versorgungsgebiet 1 finanzieren neue Laborsysteme, die am Klinikum Kassel Corona-Testkapazitäten langfristig auch bei erhöhtem Aufkommen sichern. Vorne v.l.: Dr. Marcus Thomé (Chefarzt für Infektionsdiagnostik und Klinische Mikrobiologie am Klinikum Kassel), Andreas Siebert (Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Kassel) und Dr. Reinhard Kubat (Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg). Hintere Reihe v.l.: Christian Geselle (Oberbürgermeister der Stadt Kassel), Winfried Becker (Landrat des Schwalm-Eder-Kreises) und Stefan Reuß (Landrat des Werra-Meißner-Kreises).

© Foto: GNH

Kassel (hak) - Damit bei plötzlich auftretenden Corona-Ausbrüchen die Zahl und Verteilung möglicher Infizierter präzise erfasst und eine Ausbreitung der Infektion verhindert werden kann, ist eine schnelle und effiziente Labortestung wichtig. Im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie in Nordhessen wollen die Stadt Kassel und die Landkreise Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg sowie Werra-Meißner gemeinsam mit der Gesundheit Nordhessen (GNH) die Testkapazitäten langfristig auch bei erhöhtem Aufkommen sichern und haben daher im Rahmen einer gemeinschaftlichen Finanzierung die Anschaffung von zwei Systemen für COVID-19 PCR-Tests realisiert.

Die Seegene Nimbus IVD-Geräte werden am Klinikum Kassel, das zur GNH gehört und als koordinierendes Krankenhaus für die Versorgungsregion 1 (Nordhessen) die Planungs- und Versorgungsabläufe in der Region verantwortet, aufgebaut und betrieben. „Die neuen Laborsysteme sind teilautomatisiert und ermöglichen uns eine hohe Durchsatzrate in kurzer Zeit“, erläutert Dr. Marcus Thomé, Chefarzt für Infektionsdiagnostik und Mikrobiologie am Klinikum Kassel. „Insbesondere die Probenentnahme, die Datenerfassung im System und die Reagenzienvorbereitung waren bislang sehr zeitaufwendig. Diese Arbeit wird nun in Teilen von den Geräten übernommen und entlastet das Laborteam erheblich.“ Darüber hinaus lassen sich auch bei plötzlich erhöhten Testaufkommen Ergebnisse schnell und zuverlässig an die Bürgerinnen und Bürger in der Region übermitteln.

Die Kosten in Höhe von 130.000 Euro für die beiden Geräte teilen sich die Stadt Kassel und die Landkreise des Versorgungsgebiets zu gleichen Teilen. „Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, für Nordhessen zwei leistungsstarke automatisierte Laborsysteme für Corona-Tests anzuschaffen. Damit sind wir in der Lage, noch schneller und in größerem Umfang Infektionsketten zu ermitteln, nachzuverfolgen und so zu unterbrechen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um mit der Pandemie noch besser umzugehen und damit ein weitgehend normales gesellschaftliches Leben aufrechtzuerhalten“, sagt Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle.

Andreas Siebert, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Kassel: „Die Anschaffung der Corona-Testgeräte zeigt beispielhaft, dass wir hier in der Region in der Corona-Pandemie schnell und gut zusammengearbeitet haben und das werden wir auch in Zukunft tun. Hier zeigt sich, dass wir vor Ort näher an den Problemen aber auch näher an den Lösungen sind. Es wäre schön, wenn Land und Bund diese kommunale Effektivität auch an anderer Stelle honorieren würden.“

Die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Kassel und den Landkreisen des Versorgungsgebietes Nordhessen wird auch von Dr. Michael Knapp, Vorstandsvorsitzender der Gesundheit Nordhessen, betont. „Von der gemeinsamen Definition von Eskalationsstufen und entsprechenden Rollen der Krankhäuser in der Region, über die Abstimmung der Materialversorgung bis hin zu Initiativen, um die Luftrettung zu verstärken, haben wir Nordhessen in den vergangenen Monaten so gut wie möglich durch die Corona-Pandemie geführt. Die Investition in weitere Laborsysteme, das hohe Engagement der Teams im Klinikum Kassel und die enge Zusammenarbeit mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst, der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen sowie dem Rettungsdienst sind weitere wichtige Bausteine, um das Pandemiegeschehen auch in Zukunft bestmöglich zu kontrollieren.“

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