25-Jähriger soll nach Elektroschocks Diebstahl gestehen
Neuer Fall von Polizeigewalt in Russland
Moskau (AFP) - In Russland ist ein neuer Fall von Polizeigewalt bekannt geworden. Im sibirischen Krasnojarsk wollten Polizisten einen jungen Mann mit Elektroschocks dazu bringen, einen Diebstahl zu gestehen, wie Ermittler in Moskau mitteilten. Der 25-Jährige sei im Februar auch mehrfach zusammengeschlagen worden. Nähere Angaben zu dem Fall machten die Ermittler nicht, die Untersuchungen würden fortgesetzt.
Neuer Fall von Polizeigewalt in Russland
© AFP
In Russland waren in jüngster Zeit zahlreiche Fälle von Polizeigewalt bekannt geworden. Der schlimmste Fall von Folter war wohl der eines 52-Jährigen aus Kasan in der Teilrepublik Tatarstan, der Anfang März starb, nachdem ihn Polizisten mit einer Champagnerflasche vergewaltigt hatten. Er war wegen des Verdachts auf Diebstahl festgenommen worden.
Der Innenminister von Tatarstan, Asgat Safarow, reichte nach Angaben eines Polizeisprechers Anfang der Woche seinen Rücktritt ein. Der Kreml reagierte darauf bislang noch nicht öffentlich.
Artikel vom 06.04.2012
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