Am Donnerstag werden US-Außenministerin Hillary Clinton und Finanzminister Timothy Geithner in Peking erwartet. Seit Tagen gibt es Berichte, wonach der seit seiner Kindheit blinde Chen nach der Flucht aus seinem strengen Hausarrest in der Provinz Shandong am 22. April Zuflucht in der diplomatischen Vertretung der USA in Peking fand. Er soll auch US-Botschafter Gary Locke getroffen haben.
Chen war nach vier Jahren Haft im September 2010 aus dem Gefängnis entlassen worden und stand seither unter Hausarrest. Er ist einer von zahlreichen autodidaktischen "Rechtsanwälten", die sich in China in Menschenrechtsfragen engagieren und Betroffene beraten.
Chen zog vor allem mit Kritik an der rigiden Ein-Kind-Politik den Zorn der chinesischen Führung auf sich, nachdem er zahlreiche erzwungene späte Abtreibungen und Sterilisierungen von Frauen in Shandong aufgedeckt hatte. Wegen entsprechender Vorwürfe gegen Beamte in Shandong wurde er 2006 inhaftiert.
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