Sacom: Überstunden und gesundheitliche Risiken in China

Olympia-Maskottchen in Ausbeuterbetrieben produziert

Hongkong (AFP) - Das Organisationskomitee für die Olympischen Spiele in London soll laut einem Bericht der Arbeitsschutzorganisation Sacom für Menschenrechtsverstöße bei der Herstellung der Olympia-Maskottchen in China verantwortlich sein. Für die Fertigung der Maskottchen Wenlock und Mandeville leisteten die Arbeiter in zwei Fabriken in der chinesischen Provinz Guangdong bis zu 120 Überstunden im Monat und damit dreimal mehr als offiziell erlaubt, sagte eine Sprecherin der in Hongkong ansässigen Organisation der Nachrichtenagentur AFP.
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Olympia-Maskottchen in Heathrow © AFP

Die Arbeiter müssten ihre Schicht um 8.00 Uhr morgens beginnen, nachdem sie zuvor bis Mitternacht gearbeitet hätten, berichtete Sacom. Zudem werde ihnen der Lohn für einen halben Tag gestrichen, wenn sie fünf Minuten zu spät sind. Auch gesundheitliche Risiken am Arbeitsplatz prangerte die Organisation an: Die Arbeiter seien ohne ausreichende Schutzkleidung giftigen Dämpfen ausgesetzt, einige müssten selbst Schutzmasken kaufen.

Diese Praktiken seien "inakzeptabel", sagte die Sacom-Sprecherin. Das Organisationskomitee der Olympischen Spiele in London (Locog) verstoße damit gegen die Richtlinien. Die Verstöße zeigten, dass die Locog-Richtlinien nicht mehr als "Lippenbekenntnisse" seien. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) forderte Sacom auf, derartige Regelverletzungen in Zukunft zu verhindern. Die Vorwürfe richten sich laut Sacom gegen die beiden Hongkonger Firmen Key Pine und Zindart Manufacturing, die für eine Stellungnahme nicht zu erreichen waren.

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3 Kommentare

In Deutschland sind die Rahmenbedingungen doch ganz anders, als in Ländern wie China, wo die Menschen neben den Fabriken zu zehnt in einem wenige qm-großen Raum hausen müssen und eine kleine 12-Jährige 14 ......
von Natalie am 06.08.2012
ich arbeite in einem Nebenchop, 10 Stunden einmal die Woche, bin bei Wind und Wetter als Fahrer unterwegs und bekomme dafür 4,15 € pro Stunde und das in Deutschland, ist das nicht auch Ausbeutung??? ......
von Volker am 02.08.2012

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