Yohan Blake, der nach Bolts Fehlstart-Debakel 2011 in Daegu in Südkorea Weltmeister geworden war, sah in 9,75 nur die Hacken des Trainingskameraden. Bronze ging in 9,79 an den früheren Dopingsünder Justin Gatlin aus den USA.
"Ich will eine Legende werden und den Dreifach-Sieg von Peking wiederholen", hatte Bolt schon lange angekündigt. Im Ziel küsste er die Laufbahn, dann zeigte er seinen berühmten Bolt-Blitz und ließ sich im Jubelbad der Menge feiern. Am Donnerstag will der Weltrekordler über 200 m erneut zuschlagen und am Samstag zusammen mit Blake über 4x100 Meter triumphieren.
Die deutschen Florettfechter um Peking-Sieger Benjamin Kleibrink und den viermaligen Einzelweltmeister Peter Joppich holten mit Bronze die zweite deutsche Fechtmedaille. Am letzten Tag der olympischen Wettbewerbe in London gewannen Kleibrink, Joppich und Sebastian Bachmann im Gefecht um Platz drei 45:27 gegen die USA.
Bisher war die Silbermedaille für Degenfechterin Britta Heidemann das einzige Edelmetall für das deutsche Team gewesen. Im Halbfinale hatten die Deutschen nach drei umstrittenen Entscheidungen 40:41 im sudden death gegen Japan verloren. Gold ging durch ein 45:39 gegen die Japaner an Italien, das damit nahtlos an alte Erfolge anknüpfte. Die Italiener hatte vor der Olympia-Pause dieser Waffengattung in Peking 2008 viermal nacheinander Team-Gold gewonnen.
Andy Murray gewann beim olympischen Tennisturnier in London Gold für Großbritannien. Der Weltranglistenvierte revanchierte sich gegen den Schweizer Weltranglistenersten Roger Federer für die Niederlage im Wimbledonfinale und gewann 6:2, 6:1, 6:4.
Murray holte das erste britische Olympiagold im Tennis seit 1920. Bronze ging an Juan Martin Del Potro aus Argentinien, der sich 7:5, 6:4 gegen Novak Djokovic durchsetzte. Philipp Petzschner war als einziger deutscher Teilnehmer bereits in der zweiten Runde gescheitert.
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