43. Kulturball mit 600 Ballgästen

Pariser „Savoire Vivre“ in der Stadthalle

Von Peter Vössing
Beverungen – „Tout commence par un rêve“ (franz. „Alles beginnt mit einem Traum“) war der Slogan, der es genau trifft. Das Beverunger Kulturball-Team hatte in die Stadthalle das Flair der französischen Hauptstadt Paris gezaubert.

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Stargast Maya Fadeeva mit dem feierwütige Publikum.

© Foto: Vössing

Ein riesiger Eiffelturm auf der Bühne bildete sozusagen den Mittelpunkt des Geschehens. Im hinteren Teil der Halle war ein riesiges Poster aufgehängt, das den Eindruck vermittelte, man würde sich direkt auf der Pariser Prachtstraße, der Champs Élysée, befinden.
Dementsprechend geschmückt waren auch die Tische beim 43. Kulturball der Beverunger Kulturgemeinschaft.


Für die aus Dellnhausen (Oberbayern) stammende Showband EM ZWO war es eine Premiere. Die 8 Profimusiker plus Sängerin fühlten sich auf Anhieb wohl auf der Bühne. „Ich muss gestehen, auf so ein tolles Ambiente war ich nicht gefasst“, erklärte Bandleader Michael Eberwein.
Musikalisch begrüßt wurden die Ballgäste, die sich dem Anlass entsprechend wieder sehr herausgeputzt hatten, von den Swinging Wildcats, einer Jazzband, die als Walking Act mit ihrer „Gute-Laune-Musik“ überall in den Räumlichkeiten der Stadthalle zu finden war. Niemand konnte sich den eingängigen Dixieland- und Swing-Rhythmen der Band entziehen. Sie war der Wegbereiter für eine rauschende Ballnacht.

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Der Kulturball, ein Fest für alle Standardtänzer.

© Foto: Vössing


Die Damen des Kulturballteams, Imke Groppe-Wille, Jennifer Gauding-Koch und Isabell Riese hatten in Zusammenarbeit mit Hausmeister Sebastian Hundt für dieses grandioses französisches Ambiente in der Stadthalle gesorgt. Der große Eiffelturm wurde eigens aus Südhessen nach Beverungen gekarrt. Sie wurden zusammen mit Mr. Kulturball (Ulrich Straske), der zum 15. Mal die Fäden bei der Organisation zog, mit einem Blumenstrauß und Präsent vom Kassenwart der Kulturgemeinschaft, Markus Hollenstein, geehrt. Apropos Blumen, die Blumenarrangements für die Tische und die Saal- und Bühnendekoration wurde wieder von der Lebensart Floristik, Deko & mehr aus Boffzen unter der Leitung von Frau Svenja Nölting kreiert.

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Die hübschen Tänzerinnen des Tanzprojektes „Keen On Rhythm“ mit einem gekonnten Can Can.

© Foto: Vössing


Hollenstein lobte bei der offiziellen Begrüßung der Ballgäste das Engagement des Kulturball-Teams und bedankte sich bei allen Sponsoren, ohne die dieses Event nicht möglich wäre. Dafür gab es zustimmenden Applaus durch die 600 Kulturballgäste.
Mit einem klassischen Walzer begann das Tanzvergnügen. Schnell füllte sich die große Tanzfläche. Die Showband EM ZWO stellte von Beginn an ihr Können unter Beweis. Die Besetzung besteht aus einer 4-köpfigen Bläser- und einer zahlenmäßig gleich starken Rhythmusgruppe; das garantierte einen satten, vollen Sound. Einige der Musiker sind außerdem ausgezeichnete Sänger. Das Orchester konnte aus ihrem großen Repertoire an Evergreens, Schlagern und Partymusik sowie ihrem abwechslungsreichen Standard- und Lateinprogramm schöpfen. Dabei wurde sehr viel Wert auf das richtige ADTV-Tanztempo gelegt. Tanzpaare mit Erfahrung, wie beispielsweise die Tanzgruppe aus dem thüringischen Heiligenstadt, die Jahr für Jahr zum Kulturball kommen, fanden optimale Tanzbedingungen vor.

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Tolle Stimmung beim 43. Kulturball.

© Foto: Vössing


Als erster Showact trat das Showballett des Tanzprojekts "Keen On Rhythm" auf. Die Amateur-Tanzformation präsentierte stilgerecht eine mottobezogene Tanzeinlage. In Originalkostümen wirbelten die Damen über die Tanzfläche, ließen im Takt die Beine fliegen und sorgten mit einer gehörigen Portion Sex-Appeal für die Verzückung vor allem der männlichen Ballgäste. Als die Tanzgruppe im zweiten Abschnitt Offenbachs „Can Can“ mit wehenden Röcken zeigte, versprühte sie einen Hauch „Moulin Rouge“ in der Beverunger Halle.
Stargast des Abends war die Sängerin Maya Fadeeva, die mit ihrer Showeinlage zu späterer Stunde das feierwütige Publikum vor die Bühne lockte. Mit eingängige Melodien, angereichert mit Jazz- und Swingelementen, Anleihen aus Folklore, Blues, Soul, Electro und fein abgestimmt mit sonnigem Reggae Sound machte die hübsche Sängerin mit ihrer rauchigen Stimme den Abend perfekt. Für einige Ballgäste war die Darbietung allerdings ein wenig zu laut.
Ausgepowert wurde der Akku der Ballgäste mit dem bewährten Angebot durch das Team der Stadthallengastronomie wieder aufgeladen. Es gab ein breites Sortiment an gepflegten Getränken. Im Ballrestaurant im Saal Bever wurden die Gäste lukullisch verwöhnt. An der Theke stand die beliebte Kulturball-Currywurst bereit und auf der Galerie war wieder eine Cocktailbar eingerichtet. Im Foyer ließ man sich den „Elsässer Flammkuchen“ schmecken. Bis zum frühen Morgen wurde auf der Tanzfläche mit viel Eifer getanzt. Nach dem sogenannten Closer war der 43. Kulturball dann Geschichte. Aber die Geschichte wird weitergehen, denn natürlich wird es im nächsten Jahr wieder ein vergleichbares Ballereignis geben. Die Vorbereitungen laufen bereits.

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