Linken-Politikerin kritisiert "innerparteiliche Kriege"

Pau: Gefahr einer Spaltung der Linkspartei nicht gebannt

Berlin (AFP) - Die Linken-Politikerin Petra Pau sieht die Gefahr einer Spaltung der Linken noch nicht gebannt. Diese sei "die logische Konsequenz", wenn es nach dem Parteitag vom Wochenende nicht gelinge, "einen Neuanfang zu wagen", sagte die Bundestagsvizepräsidentin dem "Tagesspiegel". Es sei widersinnig, dass eine "konsequente Friedenspartei" "innerparteiliche Kriege" führe, ergänzte Pau. Der neuen Führungsspitze unter Katja Kipping und Bernd Riexinger riet sie, zu "begreifen, dass sie nicht der Nabel der Welt sind".
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Pau: Gefahr einer Spaltung der Linkspartei nicht gebannt © AFP

Pau teilt die Analyse von Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi zur Lage der Linken. "Ganz genauso" wie Gysi habe sie in den vergangenen Monaten in der Fraktion Hass empfunden, zugespitzter noch als in der Partei. "Ich bin froh, dass Gregor Gysi gesagt hat, was ist." Er habe endlich "mit der Lebenslüge aufgeräumt, dass schon zusammengewachsen wäre, was zusammengehört. Das ist mitnichten der Fall".

Nach einem monatelangen Führungsstreit waren der baden-württembergische Landesvorsitzende Riexinger und die bisherige Parteivize Katja Kipping aus Sachsen am Wochenende auf einem Parteitag in Göttingen an die Spitze der Linkspartei gewählt worden. Während die 34-jährige Bundestagsabgeordnete dem Reformflügel der Partei zugerechnet wird, wird der 56-jährige Gewerkschaftsfunktionär zum radikaleren Teil gezählt.

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