Sekundarschule besucht Gedenkstätte Buchenwald

Persönlicher Blickwinkel auf Gräueltaten

Beverungen (brv) - 60 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 der Sekundarschule Beverungen haben drei Tage lang in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald gewohnt und gearbeitet.

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Schülerinnen und Schüler erhalten Informationen über das Konzentrationslager Buchenwald.

© Foto: privat

Betreut wurden sie dort von erfahrenen Museumspädagogen und ihren begleitenden Geschichts- und Politiklehrern. Diese Bildungsreise gehört zum regelmäßigen Fahrtenprogramm der zehnten Klassen und ist im Schulprogramm fest verankert. Neben der direkten Anschauung des Ortes wird das Ziel verfolgt, die Auseinandersetzung mit den begangenen Gräueltaten nicht nur visuell zu erfassen, sondern einen jeweils persönlichen Zugang zu dem Unfassbaren zu erlangen.

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Dieses Tor mit seiner Inschrift zeugt von der nationalsozialistischen Menschenverachtung.

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Einerseits standen daher Führungen auf dem Gelände des ehemaligen KZ mit Besichtigung der noch vorhandenen Gebäude und des Museums auf dem Programm, andererseits haben die Schüler in Kleingruppen an verschiedenen Projekten einzeln gearbeitet. So sind beispielsweise in der Kunstwerkstatt Bilder und Skulpturen entstanden, die sich mit dem Gesehenen auseinandersetzen. In der Restaurierungswerkstatt hat eine Gruppe Fundstücke aus dem Lager gesäubert und konserviert. Andere haben sich mit dem Schicksal einzelner Häftlinge beschäftigt und deren Biografie auf Plakaten dokumentiert.

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Schülerinnen haben sich darauf vorbereitet, der Gruppe einzelne Orte in Weimar näherzubringen.

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Während des dreitägigen Aufenthaltes fand ein Besuch in Weimar statt, um die Verbindungen des nationalsozialistischen Weimar zum am Ortsrand liegenden Konzentrationslager Buchwald darzustellen.
Trotz der langen Arbeitstage, die erst zwischen 21 und 22 Uhr endeten, waren alle Teilnehmer von dieser Art des Unterrichts sehr angetan. In der Schule werden die entstandenen Arbeiten im Mai im Rahmen einer Ausstellung gezeigt werden.

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Häftlingsbiographien werden von den Schülern erlebbar gemacht.

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Dieser lebendig gestaltete Geschichtsunterricht zeigte, dass Schüler sehr wohl in einem geeigneten Rahmen mit einer gesunden Portion Idealismus und Engagement ein gestecktes Ziel angehen können und wollen. Auch in anderen fachlichen Zusammenhängen wird diese Form von Unterricht, beispielsweise in der im Juni stattfindenden Projektwoche, wiederholt werden.

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