Petition zum geplanten Logistikzentrum Würgassen gestartet

Bad Karlshafen/Würgassen (brv) - Seit einigen Tagen läuft eine Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages mit der Forderung, dass kein zentrales Logistikzentrum für radioaktive Abfälle entstehen soll.

Gefordert wird, dass dezentrale Lösungen besser geeignet sind, um den Atommüll zum Endlager Schacht Konrad zu transportieren. Auf ein zentrales Logistikzentrum könne so verzichtet werden. Der Transport über ein Logistikzentrum in Würgassen würde etwa 10 Millionen extra Kilometer verursachen, so Initiator Daniel Fricke. Man fährt also einen Atommüll-Container zusätzlich 250mal um die Erde. Er sei selbst von dieser großen Zahl überrascht worden, sagt Fricke. „Ich wundere mich daher, dass die BGZ in ihren Veröffentlichungen alles bunt und spielerisch darstellt.“ Die tatsächlichen Risiken und die Bedenken der Bürger würden nicht ernst genommen. Das merke man immer wieder, wenn man mit Leuten ins Gespräch kommt. Würde man die Argumentation der BGZ nämlich weiterdenken, dann müsse die Situation in den bisherigen Zwischenlagern besorgniserregend sein. Weil dort Chaos herrsche, braucht man ein Logistikzentrum, so würde der Bedarf für ein Logistikzentrum begründet. Fricke hofft, dass es nicht so verheerend ist, sonst hätte man in den vergangenen Jahren viel falsch gemacht.
Man habe sich mit Freunden getroffen und über die Situation beraten. Im Moment gebe es zum Glück viele Menschen und Gruppen, die ihre Bedenken öffentlich machen. Zusätzlich helfe die Petition, um viele Menschen zu beteiligen. „Sonst wird man schnell vor vollendete Tatsachen gesetzt“, so Fricke. Vielleicht könne das Thema mit der Petition auch in den laufenden Bundestagswahlkampf eingespielt werden, hofft der Initiator.
Die Petition kann noch bis zum 19. August unterschrieben werden. Online ist sie unter openpetition.de/!logistikzentrum zu finden. Dort kann man auch Unterschriftenlisten ausdrucken und selbst Unterschriften sammeln.

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