FDP rutscht wieder unter Fünf-Prozent-Hürde

Piraten in neuer Forsa-Umfrage im Gegenwind

Hamburg (AFP) - Der wochenlange Höhenflug der Piraten scheint nach einer aktuellen Forsa-Umfrage vorerst gestoppt zu sein. Dem bundesweiten "stern-RTL-Wahltrend" zufolge büßte die Piratenpartei im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte ein und fiel auf elf Prozent. Sie lagen damit wieder knapp hinter den Grünen mit unverändert zwölf Prozent. Auch die FDP musste einen Punkt abgeben und rutschte mit vier Prozent wieder unter die Fünf-Prozent-Hürde.

Piraten laut Umfrage im Gegenwind Bild anzeigen Piraten laut Umfrage im Gegenwind © AFP

Jeweils um einen Punkt zulegen konnten der Umfrage zufolge Union und SPD. Die CDU/CSU erreichte 36 Prozent, die SPD 25 Prozent. Auch die Linke gewann einen Punkt dazu auf acht Prozent. Damit hätten weiterhin weder Union und FDP noch SPD und Grüne eine Mehrheit im Bundestag. Rechnerisch möglich wäre neben einer großen Koalition auch wieder ein Bündnis von Union und Grünen, theoretisch auch von Union und Piraten.

Falls die SPD ihren Kanzlerkandidaten per Urwahl küren würde, hätte derzeit laut Forsa Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier die besten Chancen. Für ihn würden sich demnach 29 Prozent der Befragten entscheiden. 26 Prozent würden den früheren Finanzminister Peer Steinbrück bevorzugen, 17 Prozent Parteichef Sigmar Gabriel.

Für den Wahltrend befragte Forsa vom 23. bis 27. April, also noch vor dem Bundesparteitag der Piraten vom vergangenen Wochenende, 2510 repräsentativ ausgesuchte Bürger.