Flächenverfügbarkeit gesichert

Plangebiet für Landesgartenschau

Höxter (ozbs) - Die Sicherstellung der Flächenverfügbarkeit hat wesentlich zum Bewerbungserfolg beigetragen. Auf Grundlage der Beschlussfassung des Rates unterzeichnete Bürgermeister Alexander Fischer für die Stadt Höxter mit Viktor Herzog von Ratibor und Michael Funk als Geschäftsführer der Corvey gGmbH die Verträge zur Grundstücksüberlassung und Zusammenarbeit im Rahmen der Landesgartenschau am 27. April 2018 im Refektorium in Corvey. Damit wurde die Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung besiegelt.

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Bei der Unterschrift der Verträge: (v. l.)  Michael Funk, Viktor Prinz von Ratibor und Corvey, Notar Paust, Baudezernentin Claudia Koch, BM Alexander Fischer, Fachbereichsleiter Recht Stefan Fellmann

© Foto: Stadt Höxter

Die Vertragspartner haben in den Verträgen die im Rahmen der Landesgartenschau geplante Wiederherstellung des barocken Konventgartens in Corvey, die Errichtung eines archäologischen Parks im Weserbogen und die notwendige Flächenbereitstellung für Parkplätze für die Dauer der Landesgartenschau vereinbart.
Die Stadt Höxter hat sich dadurch die Verfügungsgewalt über die benötigten Flächen in der Kern- und der Pufferzone der Welterbestätte Corvey für die Landesgartenschau gesichert. Dies konnte nur gelingen, weil es im Vorfeld eine konstruktive Zusammenarbeit mit Viktor Herzog von Ratibor und Michael Funk, Geschäftsführer der Corvey gGmbH, gab.
Vor Aufnahme der Verhandlungen wurde ein staatlich vereidigter Sachverständiger, der von beiden Parteien anerkannt wurde, mit einer Wertermittlung beauftragt. Auf dieser Basis wurde der künftige Archäologiepark (ehemaliges Sägewerksgelände und gewerbliche Nutzfläche) durch die Stadt Höxter vom Herzog gegen eine Entschädigung und eine dem Kaufpreis angemessene Ersatzfläche im Stadtwald erworben. Dies ermöglicht neben der Durchführung und Gestaltung der Gartenschau vor allem die Umsetzung wesentlicher Ziele des Managementplans. Mit der Realisierung des Archäologieparks wird ein weiteres Highlight entstehen, welches die touristische Attraktivität der Stadt Höxter, Corvey und der Region maßgeblich steigert.
Für die Nutzung des Konventgartens erhält die Corvey gGmbH auf Grundlage der Wertermittlung eine angemessene Nutzungsentschädigung, um die dauerhaft wegfallenden Miet-und Pachteinnahmen sowie aktuell erwirtschaftete landwirtschaftliche Erträge auszugleichen. Die künftigen Einnahmen aus dem Konventgarten gehen an die Stadt und werden mit den Bewirtschaftungskosten entsprechend verrechnet. Mit der Wiederherstellung des Konventgartens erhalten Höxter und Corvey eine weitere touristische Attraktion. Als interessantes Zwischenziel auf dem Weg von der Stadt entlang der Weser nach Corvey und wieder zurück wird die Neuanlage und Gestaltung des Konventgartens nicht nur für Touristen, sondern insbesondere für die Höxteranerinnen und Höxteraner ein großartiger Zugewinn für die Freizeitgestaltung werden.
Sämtliche zurzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen - insgesamt rd. 15 Hektar - wie die Acker- und Grünlandflächen im Weserbogen, Ackerflächen für die Errichtung zusätzlicher Parkplätze zwischen Höxter und Corvey sowie die Nutzung bestehender Parkplätze stellt der Herzog der Stadt Höxter für die Durchführung der Gartenschau pachtzinsfrei zur Verfügung.
Auf Basis dieser Verträge können zahlreiche langfristig geplante städtebauliche und touristische Entwicklungsziele im Rahmen der Landesgartenschau 2023 umgesetzt werden. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat der Rat der Stadt Höxter mehrheitlich den Verträgen zugestimmt. Höxter und Corvey rücken zusammen und stellen sich für die Gäste von nah und fern als Einheit dar.

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