Sockel für Brückenheiligen aufgestellt

Postament mit zwei Wappen

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Die Fertigstellung und Freigabe der neuen Weserbrücke rückt näher und im Zuge der Arbeiten wurde es jetzt möglich das Postament für die Staute des Johannes von Nepomuk auf sein Fundament zu setzten.

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Der Sockel wurde direkt an der Mauer aufgebaut.

© Foto: Siebrecht

„Durch das Aufstelle an diesem Ort, wird der Heilige Nepomuk zu einem Brückenbauer der Beverunger Geschichte“, pries Initiator Rudolph K. Höcker die Aktion und wies auf die Verbindung wichtiger Daten der Regionalgeschichte hin. Das Geburtsjahr des Johannes von Nepomuk wird mit 1348 angegeben. Dies ist auch das Jahr, in dem die Burg Beverungen gebaut und der Ort Lauenförde erstmals erwähnt wurde. Der rote Wesersandstein für den Sockel und die spätere Skulptur kommt aus Arholzen bei Bevern (daher auch Solling-Sandstein genannt) und wurde vor 245 Millionen Jahren im Erdmittelalter (Trias) gebildet.

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Rudolph K. Höcker, Carl-August Schübeler und Bildhauer Raphael Strauch bei der Aufstellung des Postaments.

© Foto: Siebrecht


An der Figur selber arbeitet der Bildhauer und Steinmetzt Raphael Strauch aus Willebadessen noch und schätzt, dass der Brückenheilige in etwa drei Wochen fertig gestellt sein wird. Am Postament hat der Künstler etwa drei Wochen gearbeitet. Allein das Gravieren der Schrift hat zwei Tage gedauert. Auf dem Sockel steht: Johannes von Nepomuk, um 1348-1390, Schutzheiliger der Brücken, Schiffer, Flößer, für Verschwiegenheit, gegen üble Nachreden und Wassergefahren, 2020. Die Seitenflächen hat Strauch jeweils mit den Stadtwappen von Beverungen bzw. von Lauenförde verziert. Der Sockel, der ca. 1,7 Tonnen wiegt, wurde direkt an der Sandsteinmauer im Übergang zum Brückenkörper auf Seiten der Beverunger Burg aufgebaut. Der Sockel wurde auf ein Betonfundament gestellt und mit einem Edelstahl-Dorn mit dem Untergrund verbunden. Ebenso wird die Figur, die weitere 1,8 Tonnen im fertig behauenen Zustand wiegt, mit einem Edelstahl-Dorn auf dem Sockel befestigt.

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Der Künstler Raphael Strauch bohrte das Loch für den Edelstahl-Dorn.

© Foto: Siebrecht


Carl-August Schübeler spendete die Spot-Beleuchtung der Figur, die im Bodenbelag integriert wird. „Die Kosten für die Figur sind durch Spenden zusammengekommen“, erläuterte Höcker, der die Kosten des Fundamentes vorfinanziert. Gerne können sich noch Unterstützer durch Spenden an dem Projekt beteiligen und das Spenden-Konto: Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit, Volksbank Höxter, IBAN: DE02 4726 0121 0100 7600 05 (Stichwort: Nepomuk) nutzen.
Der Termin für die Aufstellung der Figur des Hlg. Nepomuk steht noch nicht fest. Für seine Einsegnungsfeier wurde ein Termin mit Pfarrer Frank Schäfer auf Sonntag, den 11. Oktober 2020 vereinbart.

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