Bundesregierung will jeden vierten in Italien anlandenden Flüchtling aufnehmen

Pro Asyl begrüßt von Deutschland angekündigte Aufnahme von Bootsflüchtlingen

Berlin (AFP) - Pro Asyl hat die Bereitschaft der Bundesregierung begrüßt, jeden vierten der in Italien anlandenden Bootsflüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Es sei gut, "dass Deutschland die Bereitschaft zeigt, großzügig nach vorne zu gehen", sagte der Geschäftsführer der Flüchtlingshilfsorganisation, Günter Burkhardt, am Samstag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Grundsätzlich fordere Pro Asyl aber weiter einen EU-weiten Verteilmechanismus für ankommende Bootsflüchtlinge.
Minderjährige Flüchtlinge gehen auf Lampedusa an Land Bild anzeigen
Minderjährige Flüchtlinge gehen auf Lampedusa an Land © AFP

Der Verteilmechanismus dürfe "nicht nur die auf dem hohen Meer Geretteten umfassen, sondern auch, die es auf eigene Faust auf maroden Booten bis an die Küsten Europas schaffen", sagte Burkhardt weiter. Es gehe also auch um die auf Malta, Zypern oder den griechischen Inseln Gestrandeten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte zuvor in der "Süddeutschen Zeitung" angekündigt, dass Deutschland bereit sei, jeden vierten nach einer Seenotrettung in Italien anlandenden Flüchtling nach Deutschland einreisen zu lassen. Damit solle die neue italienische Regierung entlastet werden. Am 23. September treffen sich mehrere EU-Innenminister in Malta, um über das Thema zu beraten.

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