In den vergangenen Tagen hatten mehrere Unionspolitiker, darunter auch CSU-Chef Horst Seehofer, gefordert, Röttgen solle auch bei einer Niederlage sein Ministeramt in Berlin aufgeben und als Oppositionsführer nach NRW wechseln. Röttgen zeigte sich nun überzeugt, dass die Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland mehr an ihrer eigenen Lebenssituation interessiert seien als an der Frage, "wer Oppositionsführer wird". Die Bürger seien "mehr an der Zukunft ihrer Kinder interessiert" als "an der Zukunft von Politikern".
Als erstes Mitglied seiner Regierungsmannschaft stellte Röttgen die Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser (CDU), vor. Die Kölnerin soll demnach bei einem Wahlerfolg der CDU das in der Staatskanzlei angesiedelte Ressort für Europa- und Bundesangelegenheiten übernehmen. Röttgen warf der in der vergangenen Woche gescheiterten rot-grünen Minderheitsregierung vor, sie habe die Europapolitik "sträflich vernachlässigt". Die CDU werde bei einem Wahlsieg für eine "ambitionierte Vertretung Nordrhein-Westfalens in Europa" sorgen.
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