Kolumbianer Ocampo zieht Kandidatur gegen Kim zurück

Russland will US-Kandidaten für Weltbank unterstützen

Washington (AFP) - Russland will den US-Kandidaten für den Vorsitz der Weltbank, Jim Yong Kim, unterstützen. Das kündigte Finanzminister Anton Siluanow laut der Nachrichtenagentur Interfax unter Verweis auf die "professionellen Qualitäten, Erfahrung und Kenntnisse" Kims an, den er zuvor getroffen hatte. Der ehemalige kolumbianische Finanzminister José Antonio Ocampo zog sich daraufhin laut Medienberichten aus dem Rennen zurück.

US-Kandidat für Weltbank-Vorsitz Kim Bild anzeigen US-Kandidat für Weltbank-Vorsitz Kim © AFP

Die Weltbank will nach Angaben aus Kreisen des Instituts am Montag ihren neuen Präsidenten benennen. Da der Weltbankchef traditionell aus den USA kommt, hat Kim große Chancen, Nachfolger von Robert Zoellick zu werden, der Ende Juni nach fünf Jahren an der Spitze der Finanzinstitution abtritt.

Kolumbianische Medien berichteten am Freitag unter Berufung auf eine Mitteilung Ocampos, dieser halte seine Kandidatur nicht weiter aufrecht. Die Wahl orientiere sich "nicht an den Verdiensten der Kandidaten", sondern sei "eine politische Übung", zitierten sie aus Ocampos Erklärung.

Der von US-Präsident Barack Obama vorgeschlagene Kim, Akademiker koreanischer Abstammung, dürfte damit gegen Nigerias Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala gewinnen. Brasiliens Finanzminister Guido Mantega erklärte bereits, Brasilien, Russland, China und Indien wollten alle denselben Kandidaten unterstützen.