Mola Adebisi nennt Sarah Kuttner "minderbemittelt"

Sarah Kuttner kassiert Anzeige wegen "Negerpuppe"

Hamburg (sb) - Der letzte Abend ihrer Lesetour endet für Sarah Kuttner mit einem Eklat. Am Freitagabend wurde die Autorin in Hamburg wegen Rassismus-Vorwürfen angezeigt. In ihrem Buch „Wachstumsschmerz“, das sie an diesem Abend präsentierte, schrieb sie über eine „Negerpuppe“ und deren „Schlauchbootlippen“. Ein 37-jähriger Hamburger mit äthiopischen Wurzeln empfand diese Textpassagen als rassistisch und zeigte sie an.

alle Bilder anzeigen Bild anzeigen

Autorin Sarah Kuttner

© Foto: Marcus Hoehn

250 Leute waren in den Feldstraßen-Bunker in Hamburg gekommen um der Lesung von TV-Sternchen und Bestseller-Autorin Sarah Kuttner zu lauschen. Doch während ihres Programms sprach sie auch von einer „Negerpuppe“, die sie als Kind von ihren Eltern geschenkt bekam. Benjamin Bäumel war das zu viel der „dicken Lippe“ und erstattete nach der Lesung bei der Polizei Anzeige wegen Beleidigung.
„Sie zog über diese 'Negerpuppe' her, ließ sich über deren 30 Zentimeter großen 'Schlauchbootlippen' aus und wiederholte, wie ekelhaft und widerlich sie diese großen Lippen fand. Sie habe sie wegschmeißen müssen, weil es keinen Sinn gehabt habe, sie zu behalten. Das war einfach nur rassistisch“, so der Mann in einem Interview mit der Hamburger Morgenpost.

Bäumel berichtet außerdem, dass er die Autorin nach der Veranstaltung zur Rede stellen wollte, doch diese wies ihn mit den Worten ab: „Ich muss gar nicht reden, ich rauche gerade.“ Anschließend hätte sie zu ihrem Manager gesagt ,Gib ihm das Eintrittsgeld wieder, damit er verschwindet.‘ Und dann: ,Nein, gib ihm das Geld doch nicht, der hat ja die Polizei auf mich gehetzt!‘“.

Auf ihrer Facebook-Seite schreibt Kuttner am Freitagabend: „Achduliebeslieschen Hamburg!
Das war ja wohl das furioseste Lesetour-Finale ever! Direkt nach dem Signieren kam nämlich die Polizei, weil einer von Euch mich angezeigt hat! Habe eine professionelle Aussage gemacht und werde jetzt wohl Ehrenmitglied der Hamburger Polizei. Danke für einen irren Abend!“

Warum sie angezeigt wurde, verriet sie selbst nicht. Doch die Fans ihrer Seite haben schnell von der Sachlage erfahren, woraufhin eine hitzige Diskussion in den Facebook-Kommentaren ausbrach, zu denen sich Kuttner jedoch selbst nicht weiter äußerte.

Auch Ex-VIVA-Kollege Mola Adebisi, Nigerianer mit deutschen Pass, kommentierte zu dieser Angelegenheit: „Sarah Kuttner ist kein Rassist, sondern einfach nur minderbemittelt. Ich glaube nicht, dass sie vorher reflektiert hat, welche Auswirkungen eine solche Aussage hat. Darum kann sie sich hier auch nicht äußern, weil sie nicht weiß, was sie Deeskalierendes sagen könnte. Beruhigt euch, sie hat schon häufiger rassistische Witze bei Viva gemacht und ist damit durchgekommen! Sie wird abwarten bis sich die Diskussion legt, ihr Manager wird sie ermahnen, die Schwarzen in Ruhe zu lassen, und dann geht alles wieder seinen gewohnten Gang! Ich würde mich freuen, wenn sie mal Judenwitze machen würde, dann wäre Ihre Karriere nämlich beendet!“

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile