Ministerin: Partei wegen Mappus in schwieriger Lage
Schavan ruft Südwest-CDU zu Geschlossenheit auf
Berlin (AFP) - Angesichts des Ermittlungsverfahrens gegen Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) den Südwest-Landesverband zur Geschlossenheit aufgerufen. Die CDU in Baden-Württemberg sei in einer "wirklich schwierigen Lage", sagte Schavan, die dem Landesverband selbst angehört, im ARD-"Morgenmagazin". Es sei nun wichtig, "dass wir zusammenhalten". Die Partei dürfe sich "nicht gegenseitig Vorwürfe machen". Die Vorwürfe gegen Mappus wollte Schavan mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht direkt kommentieren.
Stefan Mappus
© AFP
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte gegen Mappus ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit dem Kauf von Anteilen des Energieversorgers EnBW eingeleitet. Nach einem Gutachten hat die Regierung Mappus dem französischen Energieversorger EdF rund 840 Millionen Euro zuviel bezahlt. Insgesamt zahlte das Land Baden-Württemberg 4,7 Milliarden Euro für 45 Prozent der EnBW-Anteile, die zuvor dem französischen Energieversorger EdF gehört hatten.
Artikel vom 12.07.2012
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