Schüler entwickeln Schlüsselkompetenzen

Von Michael Rubisch

Warburg – Im Oktober begann die Kooperation des Gymnasium Marianum mit der youngcaritas, einem sozialen Projekt mit über 70 Standorten im Bundesgebiet. Bei einer Projektschmiede erläuterten die Schüler des Pädagogikkurses der Jahrgangsstufe 10 mögliche Ideen im Rahmen eines sozialen Engagements. Diese setzten sie Anfang 2019 in die Tat um und legte ihre Erfahrungen nun vor.

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Päsentierten ihre Projekte. Die Schülerinnen des Pädagogikkursen beeindruckten Schulleiter Frank Scholle, Katja Walther, youngcaritas, Teresa Vieth, Lehrerin und Victoria Koch, Referendarin. 

© Foto: Rubisch

Soziales Lernen mit einem Partner vor Ort, dies sei das Ziel der Aktion gewesen, so Katja Walther von der youngcaritas. „Die Schüler haben alles selbst organisiert und ihr theoretisches Wissen in der Praxis angewendet“, bekräftigt auch Teresa Vieth, Lehrerin für Deutsch und Pädagogik am Marianum. Gerade im Zeitalter der digitalen Medien werden bei einem solchen Projekt, welches ein hohes Maß an sozialem Engagement auch nach der Unterrichtszeit erfordert, wichtige Schlüsselkompetenzen erlernt.
Da das Spektrum an möglichen Themen komplett den Schülern überlassen wurde kamen auch unterschiedlichste Projekte am Ende zu tragen. Die Schüler konnten sich ganz nach ihren persönlichen Interesse einem Themengebiet widmen. So startete eine Gruppe aus vier Mädchen ein Projekt „Upcycling mit Kindern“. Dazu besuchten die Schülerinnen an einem Nachmittag den Kindertreff im Pfarrheim Germete. Dort sprachen sie mit den knapp 20 Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren über das Thema Mülltrennung und bastelten im Anschluss aus Abfall, wie beispielsweise alten Milchtüten, gemeinsam mit den Kindern. Den eigentlich gebrauchten Gegenständen ein „neues Leben zu geben“ oder noch besser den Müll gleich zu vermeiden, indem man auf Mehrwegprodukte wie Glasflaschen setzt kam bei den Kindern sehr gut an.
Gleich zwei Gruppen beschäftigten sich mit älteren Bevölkerungsgruppen. Im Haus Phaebe sowie im Seniorenheim St. Johannes wurde bei Kaffee und Kuchen über alte Zeiten geplaudert, gespielt oder gesungen. Das Thema Demenz stand dabei im Fokus. „Wir haben viel über Demenz gelernt“, bestätigte eine Schülerin. Bei einigen Senioren war ein Informationsaustausch möglich bei anderen funktionierte das nicht so gut. „Toll war auch wie freundlich wir in den einzelnen Einrichtungen aufgenommen wurden und wir haben erlebt wie liebevoll sich die Pfleger zum Teil um die Senioren kümmern“, bekräftigten Lena Koch und Alisa-Julia Reuter.
Olivia und Bertin engagierten sich in der Flüchtlingsarbeit. In der Flüchtlingsunterkunft an der Bahnhofstraße malten sie gemeinsam mit Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren. So kamen sie nicht nur mit den Kindern sondern auch mit Erwachsenen ins Gespräch. Besonders beeindruckt waren die beiden Schülerinnen von den bunten Bildern der Kinder und den Erzählungen der Erwachsenen von einem Leben in ständiger Angst. Sport und Spiel stellten sich dabei als geeignetes Mittel zur Integration dar. Die Schülerinnen sind so beeindruckt von ihren Projekten, dass sie sich ein weiteres Engagement vorstellen können. Bei einigen gibt es bereits konkrete Termine.

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