Feuerwehr Beverungen übt Ernstfall

Schwerer Verkehrsunfall im „Eiskeller“

Wehrden (brv) - Ein Bild des Schreckens bot sich den Einsatzkräften der Feuerwehr Beverungen, als sie in dem sogenannten „Eiskeller“ auf der alten B 83 zwischen Wehrden und Blankenau eintrafen.

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Das Dach eines Fahrzeugs wurde hochgeklappt.

© Foto: Tobias Schrick, Feuerwehr Beverungen

Zwei PKW waren dort frontal ineinander gestoßen, die Trümmer waren weit umher verteilt, Schreie kamen aus den Fahrzeugen. An den ersten eisigen Tagen dieses Winters trafen die Einsatzkräfte auf insgesamt sechs verletzte Personen, darunter zwei schwer verletzte und zudem noch in ihren Fahrzeugen eingeklemmten Person.
Zum Glück handelte es sich bei diesem Szenario nur um eine von den Brandinspektoren Sebastian Groppe und Jan Nolte vorbereitete Einsatzübung der Kräfte aus Amelunxen, Beverungen und Wehrden. Aufgrund der großen Anzahl von Verletzten wurde von dem ersten eintreffenden Gruppenführer sofort einen Massenanfall von Verletzten, kurz ManV, nachalarmiert.

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Rettung der Verletzten.

© Foto: Tobias Schrick, Feuerwehr Beverungen


In den Fahrzeugen waren professionell geschminkte Unfalldarsteller eingesetzt, die dieses Szenario verblüffend realitätsnah gemacht haben. Der ebenfalls an der Übung beteiligte Rettungsdienst, der mit einem Rettungswagen von der Rettungswache Beverungen sowie einem Rettungswagen von der Rettungswache der Stadt Höxter vor Ort war, übernahm die Versorgung der Patienten, die noch in den Fahrzeugen eingeklemmt waren. Die weiteren verletzten Personen wurden von Kräften der Feuerwehr erstversorgt. Zwei betroffene Personen, vor dessen Augen sich der Unfall ereignet hatte, mussten darüber hinaus noch von den Einsatzkräften an der Einsatzstelle betreut werden.
Von den beiden Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen aus Amelunxen und Beverungen wurde umgehend die technische Rettung an beiden Fahrzeugen eingeleitet. Die Absicherung der Einsatzstelle sowie die Sicherstellung des Brandschutzes übernahmen die Kräfte aus Wehrden. Nach gut einer Stunde konnte dann der letzte Patient an den Rettungsdienst übergeben und fiktiv in ein Krankenhaus transportiert werden.

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Realistisches Unfallszenario.

© Foto: Tobias Schrick, Feuerwehr Beverungen


„Die Einsatzkräfte haben diese extrem belastende Situation hervorragend gemeistert“, fasste der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Beverungen, Stadtbrandinspektor Sebastian Ewen, der die Übung gemeinsam mit dem Stellvertretenden Kreisbrandmeister, Stadtbrandinspektor Jürgen Schmits und dem Brandinspektor Nils Hanewinkel kritisch beobachtet hatte zusammen.
„Bei einer solch großen Anzahl von Verletzten gilt es, ruhig und konzentriert vorzugehen und gezielt den schwerstverletzten Patienten die richtige Hilfe zukommen zu lassen.“
Insgesamt waren an der gut zweistündigen Übung neben den rund 30 Einsatzkräften der Feuerwehr Beverungen, vier Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, sowie sechs Helfer des DRK, die als realistische Unfalldarsteller eingesetzt waren, ehrenamtlich im Einsatz. An dieser Stelle sei noch einmal allen Einsatzkräften und Helfern ein großer Dank ausgesprochen. Darüber hinaus freut sich die Feuerwehr Beverungen über die kostenfreie Zurverfügungstellung der Unfallfahrzeuge durch den Beverunger Autohandel Lavarino.

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