Außerdem seien in zwei Fällen Wohnhäuser "in Mitleidenschaft gezogen" worden, erklärte der Richter. Der Mann, der von Prozessbeginn an geständig gewesen war, nahm das Urteil noch im Gerichtssaal an.
Der Mann hatte im Zeitraum von Juni bis August vergangenen Jahres in verschiedenen Bezirken Berlins meist hochwertige Autos mit Grillanzündern in Brand gesteckt. Laut Staatsanwaltschaft zündete er bis zu zwölf Autos pro Nacht an. Das Feuer konnte in 14 Fällen umgehend gelöscht werden. In einem Fall griff es vom Auto über das Dach des Carports auf ein Einfamilienhaus über, wodurch der Dachstuhl in Brand geriet. Den Gesamtschaden der Taten bezifferte das Gericht mit "mindestens einer Million Euro".
Das Motiv des Mannes war demnach seine "unbefriedigende Lebenssituation", einhergehend mit seinem "Geltungsdrang". Strafverschärfend wertete das Gericht den hohen Schaden, den der Mann anrichtete. Außerdem habe er Menschenleben gefährdet. Strafmildernd berücksichtigte der Richter das Geständnis des Mannes und den Umstand, dass er sich "reuig" gezeigt habe. Ohne sein Geständnis hätte das Strafmaß "im zweistelligen Bereich" gelegen, sagte der Richter nach Aussagen des Sprechers bei der Urteilsverkündung.
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