Sommerzeit dauert bis Ende Oktober

Sommerzeit kommt: Sonntag werden die Uhren umgestellt

Berlin (AFP) - Am Wochenende beginnt wieder die Sommerzeit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um zwei Uhr morgens um eine Stunde auf drei Uhr vorgestellt, die Nacht ist damit um eine Stunde verkürzt. Bei Funkuhren geschieht die Zeitumstellung automatisch. Taktgeber dafür ist in Deutschland die Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Über einen Sender werden die Signale übertragen, durch die sich die Funkuhren automatisch der neuen Zeit anpassen.
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Sommerzeit kommt: Sonntag werden die Uhren umgestellt © AFP

Für die Deutsche Bahn ist die Zeitumstellung längst Routine. Insgesamt rund 120.000 Uhren in Bahnhöfen, Diensträumen und Automaten werden laut Bahn am Sonntag umgestellt. Mehr als 50 Nachtzugverbindungen sind von der Zeitumstellung betroffen.

Die Sommerzeit wurde aus Gründen der Energieeinsparung in Deutschland 1980 eingeführt. Nach Ansicht von Kritikern sind allerdings dadurch entstehende Energiespareffekte kaum nachweisbar. Außerdem kann die Zeitumstellung bei sensiblen Menschen die "innere Uhr" durcheinander bringen, was vorübergehend zu Müdigkeit und Schlafstörungen führen kann. Nach einigen Tagen, spätestens jedoch nach einer Woche, haben sich die meisten aber an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus angepasst.

Laut einer aktuellen Untersuchung der Krankenkasse DAK-Gesundheit hat der Großteil der Bevölkerung aber offensichtlich keine gravierenden gesundheitlichen Probleme mit der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit. Unmittelbar nach der Zeitumstellung sind keine vermehrten Krankmeldungen zu beobachten, wie eine Auswertung von Arbeitsunfähigkeits-Meldungen der Kasse ergab.

Kindern kommen laut Experten schwerer aus dem Bett, wenn es nach der Zeitumstellung morgens länger dunkel ist. Am Sonntagmorgen sollten Kinder gleichwohl nicht zu lange schlafen, um am Abend müde genug zu sein und früher ins Bett gehen zu können, empfehlen Experten. In der ersten Woche der Sommerzeit können Eltern zudem etwas lockerer mit der Schlafenzeit sein und diese am Abend eine halbe Stunde hinausschieben, um die Umstellung zu erleichtern.

Auch Autofahrer, die nach der Zeitumstellung eine Stunde früher und damit oft noch in der Dämmerung unterwegs sind, sollten in den kommenden Wochen besonders achtsam sein. Denn durch den Wildwechsel in der Morgendämmerung steigt laut ADAC die Unfallgefahr. Autofahrer müssen ständig damit rechnen, dass Rehe, Wildschweine und Hirsche unverhofft die Straßen überqueren, weil sie vom ersten frischen Grün auf den Feldern angezogen werden.

Grundlage für die Zeitumstellung ist eine EU-weite Regelung, wonach die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) in allen Mitgliedstaaten jeweils am letzten Sonntag im März beginnt und am letzten Sonntag im Oktober endet. Am 28. Oktober werden die Uhren dann wieder um eine Stunde zurückgedreht und es herrscht Normalzeit, landläufig auch Winterzeit genannt.

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