Landkreis und Kreissportbund

Sportstättenentwicklung im Dialog

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V.l. Damian Leszczynski, Geschäftsführer KSB, KSB-Vorstand Bernd Wiesendorf und Landrat Michael Schüneman.

© Foto: Peter Drews/Landkreis Holzminden

Holzminden (ozm) - Es war nur ein erster Aufschlag, doch weitere sollen folgen. Landrat Michael Schünemann hat mit dem Vorstand Bernd Wiesendorf und Geschäftsführer Damian Leszczynski vom Kreissportbund Holzminden (KSB) den Dialog begonnen, um offene Fragen zu klären und gemeinsam mögliche Perspektiven für eine zukünftige Entwicklung des Sports und der Sportstättennutzung im Landkreis Holzminden zu erörtern. Ein konstruktives Gespräch, für das im zweiten Schritt auch die Hauptverwaltungsbeamt*innen der Kommunen mit einbezogen werden sollen.
„Wir werden keine Sportstätten aufgeben in den nächsten fünf Jahren“, stellte der Landrat gleich eingangs in der Gesprächsrunde mit Blick auf die derzeit laufende Schuldiskussion klar. Die derzeitige Debatte um die Schulen werde sehr emotional geführt, so Schünemann, dabei verstelle sich manchmal der Blick auf die sachlichen Gegebenheiten. Speziell in Bezug auf die Sportstätten gebe es momentan überhaupt keine Ideen, diese zu schließen oder ersatzlos aufzugeben. Ihm sei die verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit von Vereinen und auch dem Kreisportbund im Landkreis wohl bewusst und spreche dafür auch noch einmal ausdrücklich seinen Dank aus. Er werde dieses Engagement auch bei allen längerfristigen Planungen stets im Hinterkopf behalten. Sanierungsbedarfe an den Kreissporthallen seien ein eigenes Thema, dass auch komplett eigenständig abgearbeitet werde. IN diesem Zusammenhang erinnerte der Landrat noch einmal daran, dass momentan schon die Billerbeckhalle saniert wird und für die Sporthalle an der Wilhelm-Raabe-Schule in Eschershausen Fördergelder für die Sanierung eingeworben worden seien.
Die Vertreter des Kreissportbundes regten an, dass ein grundsätzliches Konzept für die künftige Sportstättennutzung im Landkreis Sinn mache. Dazu seien auch die Hallen und Plätze der Samtgemeinden und der Vereine selbst mit einzubeziehen, waren sich die Gesprächspartner schnell einig. Denn immerhin 98 Vereine verfügen derzeit über eigene Liegenschaften, merkte Damian Leczszynski in diesem Zusammenhang an. „Wir wollen die Kräfte bündeln und gemeinsam und gerechte Planung für die Zukunft aufstellen“, betonte Bernd Wiesendorf. Michael Schünemann versprach, das Thema, in dessen Rahmen zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt werden müsste, in der nächsten Gesprächsrunde mit den Hauptverwaltungsbeamten anzusprechen.
Künftig wird sich auch in der Kommunikation etwas ändern. Alle von der Verwaltung getroffenen Entscheidungen, die sich unmittelbar auf die Nutzung von Kreissportstätten auswirkt, sollen in Zukunft an den KSB weitergeleitet werden, der sie dann an die betroffen Vereine kommuniziert. Damit kann den einzelnen Betroffenen umfassender und mit eventuellen Lösungsangeboten begegnet werden.