Dorfmoderationen und Zukunftswerkstatt beleben Bürgerschaft

Stadt Diemelstadt stellt Konzept für den Bürgerbus vor

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Über 50 Personen nahmen an der Informationsveranstaltung teil, fast 30 davon haben sich als Fahrer/in angeboten.

© Foto: Stadt Diemelstadt

Diemelstadt (wrs) - Im Frühjahr 2019 erhielt die Stadt Diemelstadt aufgrund ihres schlüssigen Konzeptes und der vorausgegangenen Dorfmoderationen in allen Ortsteilen von der hessischen Landesstiftung einen Bürgerbus geschenkt. Nun lag es an der Stadt Diemelstadt, die Umsetzung der Konzeption mit potenziellen ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern vorzustellen und in den städtischen Gremien umzusetzen. Erstes Ziel ist es insbesondere etwas für die älteren Menschen und die zahlreichen Ehrenamtlichen anzubieten, damit die Lücken im Nahverkehr im ländlichen Raum geschlossen werden. Es ist von den Verantwortlichen nicht beabsichtigt, funktionierenden Busverbindungen Fahrgäste abzuwerben oder eine kommerzielle Vermietung des Busses in Konkurrenz zu Autovermietungen anzubieten. Die Bürgerbus-Fahrer müssen sich einer gesundheitlichen Untersuchung beim Betriebsarzt der Stadt unterziehen. Die Kosten für die Untersuchung übernimmt die Stadt Diemelstadt. Die Personen, die sich einer solchen Untersuchung unterzogen haben, werden nach der Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der Stadt dann in das ehrenamtliche Fahrerteam aufgenommen und nur sie dürfen den Bus fahren und auch betanken. So wird ein optimaler Versicherungsschutz und eine ordnungsgemäße Fahrzeugübergabe gewährleistet. Die Fahrer können dann den Bus für die Nutzung der örtlichen Vereine oder städtischen Gremien nutzen. Es sollen jedoch auch feste Touren vom Roten Land nach Wrexen und Rhoden zu den Lebensmittelmärkten, Banken oder Ärzten angeboten werden. Und auch von Wrexen soll es Richtung Scherfede und Marsberg feste Tage mit Angeboten geben. Abgeholt werden die Fahrgäste zuhause und dem Bus ist ein festes Handy zugeordnet, damit man den Fahrer oder die Fahrerin unterwegs erreichen kann. Anmeldungen für die festen Routen sollen bei Maria Schmidt unter Tel. 05694/9798-32 oder schmidt@diemelstadt.de erfolgen. Aber auch die Vereinsfahrten müssen bei ihr angemeldet werden. Dazu gehören auch Fahrten der Kirche (z.B. Konfirmanden, Senioren, Kirchenbesucher etc.), Fahrten der KITAs zu Veranstaltungen oder Pendelverkehr für den anstehenden Mittelaltermarkt zur 1000-Jahrfeier in Rhoden oder dem großen Jugendfeuerwehrzeltlager mit 1.500 Jugendlichen im Sommer. Den Ideen zur Nutzung sind keine Grenzen gesetzt. Alleine bei der ersten Informationen an interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen über 50 Personen teil, von denen fast 30 sich als Fahrer angeboten haben.

„Damit der Bürgerbus in Diemelstadt ein Erfolgsmodell wird, werden wir bei Fahrten bis 100 km keine Kosten abrechnen und bei größeren Touren muss vor Beginn der Fahrt mit der städtischen Flottenkarte vollgetankt werden und der nutzende Verein muss bei der Abgabe auf eigene Kosten den Tank wieder füllen, so dass nur die reinen Benzinkosten anfallen“, so Bürgermeister Elmar Schröder. Interessierte Bürger können sich bei Maria Schmidt melden oder auf der Gewerbeschau in Diemelstadt Ende April den Bürgerbus an der Stadthalle im Echtbetrieb erleben.

„Es ist äußerst erstaunlich und stimmt hoffnungsvoll, wie unsere Bürgerschaft sich nach den Dorfmoderationen in die Prozesse und Projekte einbringt. Wir werden im März mit 50 Multiplikatoren unsere große zweitägige Zukunftswerkstatt 3.0 in Hofgeismar durchführen, um die zahlreichen Projekte und die Aktivitäten in den neun Stadtteilen weiter zu vertiefen“, sagte Schröder abschließend.

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