Netzbetreiber stellt Fahrzeug zur Verfügung

Stadtverwaltung testet Elektrofahrzeug

Von Peter Vössing
Beverungen – 4 Wochen lang hat die Stadt Beverungen jetzt Zeit, ein Elektroauto zu testen, um die Tauglichkeit für die Stadtverwaltung auf Herz und Nieren zu überprüfen. Dank des Netzbetreibers Westfalen Weser Energie wurde jetzt dem Rathaus ein KIA Soul zur Verfügung gestellt.

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Aufladen des Elektroautos an der Ladestation am Rathaus: (v.l.) Bürgermeister Hubertus Grimm, Leonie Riekschnietz und Norbert Villmer.

© Foto: Vössing

Erster sichtbarer Unterschied zu einem herkömmlichen Benzinfahrzeug ist die Ladebuchse an der Front. Das stellte Bürgermeister Hubertus Grimm fest, als er den Fahrzeugschlüssel aus den Händen von Leonie Riekschnietz, Mitarbeiterin von Westfalen Weser Netz an der Ladestation am Beverunger Rathaus entgegennahm. Gemeinsam mit Norbert Villmer, von der Stadtverwaltung und einigen Mitarbeitern, die das Fahrzeug bei Außenterminen nutzen werden, erhielt Grimm dann eine Einweisung.
Die Stadtverwaltung nutzt zurzeit einen Dienstwagen, die restlichen Fahrten werden von den Mitarbeitern mit Privatfahrzeugen absolviert. „Wir wollen einmal untersuchen, ob ein Elektrofahrzeug eine Alternative für die Zukunft ist. Für Fahrten im Stadtgebiet ist ein solches Fahrzeug sicherlich interessant. Allerdings ist ein solches Fahrzeug mit hohen Anschaffungskosten verbunden“, machte Bürgermeister Grimm deutlich.
„Wir gehen davon aus, dass Elektroautos sich jetzt mehr und mehr durchsetzen werden. Ab 2020/2021 wird dann die Modellvielfalt erheblich zunehmen. Sie haben eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Antriebssystemen. Neben dem emissionsfreien Fahren in der Stadt und dem geringen Wartungsaufwand, machen E Autos auch einfach Spaß beim Fahren", so Leonie Riekschnietz von Westfalen Weser Netz.
Insgesamt hat der kommunale Energiedienstleister zwanzig Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller angeschafft, die an die Kreise und Kommunen im Netzgebiet verliehen werden, um die Alltagstauglichkeit der hochmodernen, zukunftsweisenden Fahrzeuge zu testen. In den Regionalbereichen von Westfalen Weser Netz nutzen Mitarbeiter tagtäglich auch schon E-Autos.
Die Westfalen Weser Energie-Gruppe investiert derzeit in die Installation von 200 Ladepunkten in OWL und Südniedersachsen, die sich zukünftig in einer durchschnittlichen Entfernung von ca. 20 Kilometern zueinander befinden.
Durch seine Größe eignet sich der KIA Soul EV für den Stadt- und Ortsverkehr. Mit einer Reichweite von ca. 150 Kilometern ist er durchaus aber auch für längere (Überland-)Fahrten einsetzbar. Die Reichweite kann im sogenannten "Bremsen"-Modus sogar noch erweitert werden. Damit nutzt das regenerative Bremssystem die Energie beim Bremsen automatisch für die nächste Beschleunigung. Das spart Batterie und gibt mehr Zeit bis zum nächsten Ladevorgang. Die installierte leistungsstarke Li-lon Batterie, mit 27 kWh Ladeleistung kann an einer Schnellladestation in einer halben Stunde auf 80% der Kapazität aufgeladen werden. Bei der Wechselstromladung beträgt die Ladeleistung rd. 6 KW, sodass der Wagen in 4 bis 5 Stunden voll aufgeladen wird.

 

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