Suchtprävention in der Jugendarbeit

Brakel (ozm) - Jugendtreffs und Jugendgruppen werden oft mit Alkohol in Verbindung gebracht. Oft heißt es „Die saufen da ja nur“. Das Dekanat Höxter nahm in Zusammenarbeit mit dem KLJB Diözesanverband die Aktionstage „Sucht hat immer eine Geschichte“ zum Anlass eine Jugendleiterschulung zum Thema „Methoden der Suchtprävention in der Jugendarbeit“ durchzuführen. Acht Jugendleiter nahmen am 2. September an dem Qualifizierungskurs im Dekanatsbüro in Brakel teil.
„Dass Jugendliche Alkohol trinken, ist weder neu noch verwunderlich. Sie sind in ihrem Verhalten ein Spiegel unserer Gesellschaft. Zudem ist ein wichtiges Merkmal der Jugendphase, Grenzen zu überschreiten und sich auszuprobieren“, erklärte Elke Krämer, Dekanatsreferentin für Jugend und Familie.
Doch wie soll der Umgang mit Alkohol in der Jugendarbeit gehandhabt werden? Sollte man das Trinken von Alkohol im Jugendtreff ganz verbieten? Oder sollte nach dem Motto: „Augen zu und durch“ gehandelt werden?
Den Kursteilnehmern wurde deutlich, dass ein einfaches Schwarz-Weiß-Denken hier wenig hilfreich ist.
Wichtig ist es, in der Jugendarbeit präventiv tätig zu werden. Dazu gehört, eine respektvolle Haltung gegenüber Kindern und Jugendlichen zu fördern und aufeinander zu achten. Jugendarbeit bietet einen geschützten Rahmen, in dem sich Kinder und Jugendliche ausprobieren können und das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten gesteigert wird. Hierbei können sie sich ihren Grenzen nähern und eine risikobewusste Haltung gegenüber Gefahren entwickeln.
Im Kurs lernten die Teilnehmer verschiedene Suchtarten kennen und setzten sich methodisch mit Suchtmotiven und dem Suchtverhalten auseinander.
Die Methoden regten dazu an, dies auch im Jugendtreff, in den Ferienfreizeiten oder Leiterunden auszuprobieren.

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