Nach Angaben des jordanischen Militärs landete die Maschine am Morgen auf einem grenznahen jordanischen Luftwaffenstützpunkt. Der oppositionelle Syrische Nationalrat bestätigte den Vorfall. Ein Sprecher sagte, der Kampfpilot sei im Tiefflug über die Grenze geflogen, um dem Radar auszuweichen. Das syrische Fernsehen hatte zuvor berichtete, die Luftüberwachung habe den Kontakt zu einer MiG-21 verloren, die einen Übungsflug absolviert hätte. Seit Beginn des Aufstandes kehrten tausende syrische Soldaten der Armee den Rücken, um sich der oppositionellen Freien Syrischen Armee anzuschließen.
Seit dem Beginn des gewaltsamen Konflikts in Syrien wurden nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 15.000 Menschen getötet. Bei den Opfern handle es sich um fast 10.500 Zivilisten, mehr als 3700 Soldaten und 830 Deserteure der syrischen Armee, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mit. "Wenn die Weltgemeinschaft weiter schweigt und sich damit begnügt, die Lage zu beobachten, wird noch mehr Blut fließen", kritisierten die Aktivisten.
Auch heute wurden in Syrien nach Angaben der Beobachtungsstelle landesweit wieder etwa 40 Menschen getötet. Für den Vortag bezifferten die Aktivisten die Zahl der Todesopfer auf fast 100. Die Armee nahm erneut die zentralsyrische Oppositionshochburg Homs und die nahe Stadt Kusseir unter Beschuss, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Kusseir war von der Armee umstellt, über der Stadt kreisten Hubschrauber.
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