Probeschleusung erregt Aufmerksamkeit

Techniktest an der Schleuse

Von Barbara Siebrecht
Bad Karlshafen – Bis zum Festakt zur feierlichen Wiederöffnung des Hafens am Samstag, dem 11. Mai 2019 führt der Sachbearbeiter im Bauamt, Alexander Hoff regelmäßig Probeschleusungen durch um die Technik in Stand zu halten. Die letzte Probeschleusung beobachteten viele Gäste und Einheimische und Hoff erläuterte die Vorgänge.

Bild anzeigen

Alexander Hoff führte die Probeschleusung durch und erläuterte die Technik für die Zuschauenden.

© Foto: Siebrecht

Die Probeschleusung wurde gänzlich ohne Boot durchgeführt. Alexander Hoff steuerte per Fernsteuerung die Tore. Bei der Talschleusung wird zunächst das Schleusentor zum Hafen geöffnet, damit das Boot auf Wasserniveau des Hafens (99,5 Meter über NN) einfahren kann. Dann werden Schieber, sogenannte Schütze im unteren Bereich des Schleusentores zur Weser geöffnet und das Wasser fließt zügig talwärts ab. Wenn das Weserniveau erreicht ist, wird das Schleusentor zum Kanal aufgefahren und das Boot würde dann die Schleuse Richtung Weser verlassen. Bei der Bergschleusung wird das Schleusentor hinter dem eingefahrenen Boot geschlossen und die Schütze am Schleusentor zum Hafen geöffnet. Wasser aus dem Hafenbecken füllt die Schleuse in wenigen Minuten. Die Schleusenkammer fasst 400 Kubikmeter Wasser. Das Boot steigt mit dem Wasser auf Hafenniveau und kann nach dem Öffnen des Schleusentores in den Hafen einfahren.

Bild anzeigen

Das Betriebsgebäude soll bis spätestens zur Hafeneinweihung am 11. Mai fertig sein.

© Foto: Siebrecht


Da immer nur ein Schleusentor gleichzeitig geöffnet werden kann, kann der Hafen durch die Schleuse nicht Leerlaufen. Diemelwasser aus dem Betriebsgraben, der parallel der Diemel am Stadtrand verläuft, füllt den Hafen durch den Kanal an der Conradi-Straße wieder auf. Pumpen werden für den Schleusvorgang nicht benötigt. „Jetzt fehlt uns hier noch ein Kaffee- und Kuchendampfer oder ein Fischbrötchen-Kutter“ meinten Gäste, die die Probeschleusung mit Interesse beobachteten.
Künftig wir eine Anmeldung für den Schleusung an der Mündung des Schleusenkanals in die Weser möglich sein. Ein Schleusenmeister (oder eine Schleusenmeisterin) wird noch gesucht, der wochentags auf Abruf und an den Wochenenden ständig für die Schleusung vor Ort ist.
Die Überwachungstechnik für die Schleuse wird im Betriebsgebäude vor dem Landgraf Carl-Haus, das gegenwärtig noch im Bau ist, untergebracht. Kameras werden die Lage des Bootes in der Schleuse aufzeichnen. Im Betriebsgebäude ist auch die Abwasserpumpanlage der Kanalisation, untergebracht, und hier werden das Büro des Schleusenmeisters sowie sanitäre Anlagen für die Bootsbesitzer entstehen. Das Betriebsgebäude soll spätestes zur Hafenöffnung fertig gestellt sein. „Es gibt schon 30 Anfragen auf Dauerliegeplätze im Hafen“, berichtete Bürgermeister Marcus Dittrich. Die Bad Karlshafen GmbH hat vorerst den Betrieb des Hafens übernommen.

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken

Weiterführende Links zum Thema

Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder