Luke Mockridge mit Preview-Show in Beverungen

Teenager und Twens feiern Comedy-Star

Von Peter Vössing
Beverungen – Luke Mockridge gehört bei Teenagern und Twens zum angesagtesten Comedian. Seine Vorstellungen sind schnell ausverkauft. Er füllt Hallen mit über 10.000 Besuchern. In Beverungen zeigte er die Preview zu seiner neuen Show „Lucky Man“ vor natürlich ausverkaufter Kulisse (1.000 Zuschauer).

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Zeigte seinen musikalischen Qualitäten: Luke Mockridge.

© Foto: Vössing

Luke Mockridge Fans sind geduldig. Die beiden Auszubildenden der Physiotherapie Miriam (20) und Julia (21) hatten sich schon um 13.30 Uhr vor der Beverunger Stadthalle eingefunden (Showbeginn war um 20 Uhr), um ihrem Star möglichst nahe zu sein, denn an diesem Abend war freie Platzwahl angesagt. Der Lohn: Die beiden erhaschten einen Platz direkt mittig in der ersten Reihe.
Eine Stunde vor dem Auftritt bildete sich eine Menschenschlange vom Stadthalleneingang bis zur Grundschulturnhalle. Schon früh füllte sich der große Saal Weser.
Auf dem Programm des Künstlers, der im Moment viel Fernsehpräsenz zeigt, stand seine neue Show „Lucky Man“, bei der es um seine Kindheitserlebnisse und Erfahrungen als Teenager und Twen drehte. Luke war zunächst neugierig und wollte wissen, wer so alles da war. Er stand fragend auf der Bühne, als Ortsnamen der Region wie Manrode und Hembsen auf ihn zuprasselten. Schnell war mit Leon (10) der jüngste Zuschauer ausgemacht, der nach zweideutigen Showbotschaften immer wieder mit Schokobonbons gefüttert wurde und sich zum Schluss am Merchandisingstand etwas aussuchen durfte.
Luke Mockridge, der Sohn des Lindenstraßen-Stars Bill Mockridge, ist 27 Jahre alt. Klar, dass sich bei seinem Programm viel um die 90er Jahre drehte. Er sprach über seine Kindheit mit fünf Brüdern, sein WG-Leben und geschlechterspezifische Eigenarten bei Party oder unter der Dusche. Dass der Comedian auch musikalisch einiges in petto hatte, wurde spätestens klar, als er mit Künstlerparodien am Klavier und mit Gitarre zum Kinderlied „Hänschen Klein“ aufwarten konnte.

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Ausverkaufte Beverunger Stadthalle.

© Foto: Vössing


Stars wie Grönemeyer, Giesinger oder Poisel bekamen dabei ihr Fett weg. Besonders hervorzuheben war seine Imitation des markanten Sängers Henning May der Kölner Gruppe AnnenMayKantereit, die Gruppe, die übrigens Pfingsten beim Orange Blossom Special Festival zum dritten Mal in Beverungen auftreten wird. Jedenfalls hatte Luke Mockridge die Generation „Kinder vom Süderhof“ schnell auf seiner Seite. Sein erhobener Zeigefinger, als es um das Thema „Umgang mit Social Media“ ging, war allerdings wenig überzeugend, wenn man bedenkt, dass Mockridge dieses Medium für sich zu nutzen weiß und bei Facebook 840.000 Follower hat.
Bis zum Schluss blieb Mockridge seiner Zielgruppe, den Kindern der 90er Jahre treu, die mit ihm die größten Hits dieser Ära mitsingen konnten und absolut textsicher waren, wenn es darum ging, alle Strophen des Liedes zur damaligen Disney-Zeichentrickserie „Die Gummibärenbande“ mitzusingen.
Nach zweieinhalb Stunden verließ der aus Bonn stammende Künstler die Bühne und versprach wiederzukommen. Die beiden geduldigen jungen Damen Miriam und Julia harrten auch nach der Show noch aus, um vielleicht ihren Star treffen zu dürfen.

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