Neue Fähren in Wehrden und Herstelle eingeweiht

Toller Komfort bei der Weserquerung

Von Barbara Siebrecht
Herstelle – Es war ein historischer Tag für die Weserdörfer Herstelle, Würgassen und Wehrden an dem die neuen Fährboote offiziell in Dienst gestellt wurden. Mit dieser Investition in die Zukunft soll die Fährverbindung zwischen Herstelle und Würgassen sowie Wehrden und dem Eulenkrug langfristig gesichert sein.

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Die Bürgermeister Tino Wenke und Hubertus Grimm, Ludger Ernst und Katharina Gauding (hinten), die Bezirksausschussvorsitzenden Günter Weskamp (Wehrden), Sonja Schüttemeyer (Herstelle) und Adelheid von Hirschheyd (Würgassen), die Mitarbeiter der Schmiede Kronenberg, und die fünf Fährleute vollzogen die Einweihung der neuen Fähren.

© Foto: Siebrecht

Die Anschaffung der neuen Fähren haben die Einwohner des Dreiländerecks und ihre Gäste zu 80 Prozent der Förderung durch das Lande NRW zu verdanken, die von den Mitarbeitern der Stadt Beverungen im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Weserpromenade „Flusserlebniswelten: Weserufer“ eingeworben werden konnte. 20 Prozent der Kosten von insgesamt 160.000 Euro für beide Fährboote wurden von der Stadt Beverungen finanziert, die Eigentümerin der Fährboote ist.
Bürgermeister Hubertus Grimm dankte bei der offiziellen Einweihung seinen Mitarbeitern Ludger Ernst, Katharina Gauding und Uwe Lippenmeyer, die mit der Antragstellung, Ausschreibung und Abwicklung befasst waren. Sein ausdrücklicher Dank galt auch dem Inhaber der Kunstschmiede Kronenberg in Herstelle, Christian Frewer der den Mut hatte, sich um diesen ungewöhnlichen Auftrag zu bewerben und Ende Juni 2020 den Zuschlag erhielt. So konnte der Auftrag an eine Firma im Stadtgebiet vergeben werden und die engagierten Mitarbeiter der Schmiede ein Fährboot für ihr Dorf herstellen, dass viele Jahrzehnte seinen Dienst tun kann.

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Die Fährmänner (v. l.) Heinrich-Josef Daniel, Willi Daniel, Ferdinand Kayser, Wolfgang Treutler und Gerhard Daniel holen von Mai bis Oktober täglich über und halten die jahrhundertealte Tradition aufrecht.

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Die beiden Bezirksausschussvorsitzenden von Würgassen und Herstelle berichteten, dass ihr Herz noch an dem alten Fährboot hänge, dass 90 Jahre die Nachbarn verband. Ebenso konnten sie begeistert von dem komfortablen Einstiegsmöglichkeiten in das neue Fährboot erzählen, dass nahezu barrierefrei ist. Die Stufe, die bisher für Fußgänger und Radnutzer zu überwinden war, fällt nun weg und das Verladen von allem, was Räder hat, ist für die Fährmänner nun deutlich einfacher. Samtgemeindebürgermeister Tino Wenkel pries die Beverunger Kollegen, durch deren Engagement auch die niedersächsische Nachbarschaft profitiert. Günter Weskamp scherzte, dass man im Bachladen der Fährmänner demnächst zwischen den Landesgrenzen zollfrei einkaufen könne und dankte stellvertretend für die Wehrdener für das neue Fährboot.

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Die Mitarbeiter der Firma Kronenberg haben die neuen Fähren gebaut, die den Fährbetrieb für viele Jahrzehnte sichern sollen.

© Foto: Siebrecht


Die neuen Fähren wurden durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg bis September vorläufig abgenommen. Kleinere Nacharbeiten und ein Farbanstrich im Winter werden dann noch nachgeholt. Die Wehrdener Fähre wird blau-weiß, die Hersteller Fähre wie gehabt in schwarz-rot-gelb gestrichen. Der Betrieb der Gierseil-Fähren ist nur durch den Einsatz der Fährleute möglich, die den Fährbetrieb täglich von 9 bis 18 Uhr zwischen Mai und Oktober sicherstellen. Gegen ein geringes Fährgeld ist die Überquerung ganz umweltfreundlich mit Wasserkraft möglich und eine touristische Attraktion im Dreiländereck.

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