Kaligrube nach Gasunglück zunächst weiter geschlossen

Trauerfeier für drei getötete Kumpel von Unterbreizbach

Unterbreizbach (AFP) - Rund eine Woche nach dem Grubenunglück in Thüringen ist mit einer Trauerfeier der drei getöteten Bergleute gedacht worden. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) erinnerte in Unterbreizbach daran, dass es sich um die schwerste Bergwerks-Katastrophe in Thüringen seit mehr als 50 Jahren handelte. Sie sprach den Angehörigen erneut ihr Mitgefühl aus. Zugleich betonte sie, dass es im Bergbau wie in vielen anderen Bereichen "keine absolute Sicherheit" gebe. "Diese schmerzliche Erfahrung bleibt."

Trauer um getötete Bergleute in Unterbreizbach Bild anzeigen
Trauer um getötete Bergleute in Unterbreizbach © AFP

An der Gedenkfeier nahmen neben Angehörigen und Kollegen der getöteten Bergleute auch der Vorstandschef der Betreiberfirma K+S AG, Norbert Steiner, teil. Die drei Kalikumpel waren bei dem Unglück am Dienstag vergangener Woche in Folge einer Kohlendioxid-Vergiftung ums Leben gekommen, nachdem es bei einer Routine-Sprengung in rund 700 Metern Tiefe zu einem ungewöhnlich heftigen Gasausbruch gekommen war. Vier weitere Kumpel wurden gerettet.

Wann die Kaligrube in Unterbreizbach wieder ihre Arbeit aufnehmen kann, war zunächst weiter unklar. Es werde durch die Grubenwehr noch unter Tage ausgelüftet, um die letzten Gasreste heraus zu bekommen, sagte ein K+S-Sprecher am Dienstag. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Meiningen konnte deshalb auch noch keine Untersuchungen unter Tage aufnehmen. Der eigentliche Explosionsort sei noch nicht begehbar, sagte der K+S-Sprecher.

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