DGH und Dorfplatz fertig

Treffpunkt für Jung und Alt

Von Inge Seidenstücker

Zwergen – Rund fünf Jahre sind es her, seit man die ersten Überlegungen zur Zukunft, des in die Jahre gekommenen, Dorfgemeinschaftshauses in Zwergen anstellte. Nun wurde das neu umgebaute und durch einen Anbau erweiterte DGH offiziell seiner Bestimmung durch Bürgermeister Harald Munser übergeben.

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Begeistert zeigte sich Bürgermeister Harald Munser vom neuen Dorfplatz und genauso vom DGH in Zwergen.

© Foto: Seidenstücker

„Endlich geschafft“, sagte Munser und gab einen Rückblick von der Idee über die Planungen, die Finanzierung sowie einigen Schwierigkeiten, die das Projekt begleitete. So wurde zunächst eine Bedarfsermittlung erhoben. Schnell wurde klar, dass es den Einwohnern an einem Ort für Veranstaltungen im Dorf fehle. Neubau oder Sanierung der „Alten Schule“ stand damals zu Debatte. Letztendlich entschied man sich im Ortsbeirat für die Sanierung und Erweiterung des alten Schulgebäudes. Immer wieder gab es Überraschungen, die die Planungen durcheinanderbrachten und vor neue Probleme stellte.
Eine glückliche Wende gab es bezüglich des jahrzehntelang währenden Konfliktes um das angrenzende unbewohnte Haus. Hier ist nun ein attraktiver Dorfplatz mit Pavillon entstanden. „Wir haben eine totgesagte Bausubstanz wiederbelebt und dort, wo schon lange eine „Schrottimmobilie“ stand, ist nun ein toller Dorfplatz entstanden,“ sagte Munser begeistert.

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Architektin Michaela Weinert.

© Foto: Seidenstücker

Er bedankte sich bei der Architektin Michaela Weinert, den beteiligten Firmen und beim Amt für Regionalentwicklung des Landkreises und hofft, dass die Einwohner Zwergens genauso begeistert sind und die Begegnungsstätte gut annehmen.

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Das Innere des DGH besticht durch die Kombination von Altem und Neuem.

© Foto: Seidenstücker

Im Haus schafft die Kombination alter mit neuer Bausubstanz mit dem Einsatz gezielter Beleuchtungen eine angenehme Atmosphäre. Alte Elemente hat die Architektin hier bewusst in Szene gesetzt. Ein Saal bietet Platz für etwa 75 Personen, verfügt über eine gut ausgestattete Küche sowie eine kleine Bühne, die durch das freiliegende Fachwerk hervorgehoben ist. Feierlichkeiten, wie Hochzeiten, Jubiläen oder Konfirmationen und anderen, steht in Zwergen nun nichts mehr im Wege.
Zwei angrenzende Räume, die zuvor von Jugendlichen genutzt wurden, überlegt nun die Kirche zu mieten. Für die Jugendlichen gibt es Räume mit separatem Eingang und Sanitäranlagen im alten Bereich des Hauses. Eine Wohnung im Obergeschoss soll wieder vermietet werden.
Erfreulicherweise hat sich auch schon die Zwergenerin Regina Kappauf bereit erklärt die Organisation zur Belebung des Hauses ehrenamtlich zu übernehmen, informierte Munser. Sie wird sich um Vermietung, die Organisation von Festen und anderen Veranstaltungen kümmern.
Für den Um- und Anbau des Hauses entstanden Kosten von 310.000 Euro, 170.000 Euro kosteten der Abriss und die Gestaltung des Dorfplatzes. Von den Gesamtkosten von 480.000 Euro für das ganze Projekt wurden 315.000 Euro durch öffentliche Gelder gefördert.

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