US-Präsident protestiert gegen neue Digitalsteuer Frankreichs

Trump droht erneut mit höheren Einfuhrzöllen auf französische Weine

Washington (AFP) - Kurz vor seinem Abflug zum G7-Gipfel nach Biarritz hat US-Präsident Donald Trump erneut mit Strafzöllen auf französische Weine gedroht. Als Antwort auf die neue Digitalsteuer der Pariser Regierung würden die USA französische Weine "besteuern, wie sie es noch nie gesehen haben", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) vor dem Weißen Haus.
US-Präsident Donald Trump vor dem Abflug zum G7-Gipfel Bild anzeigen
US-Präsident Donald Trump vor dem Abflug zum G7-Gipfel © AFP

Das Parlament in Paris hatte die sogenannte "Gafa-Steuer" Anfang Juni besiegelt. Der Name steht für Google, Amazon, Facebook und Apple - US-Internetkonzerne, die in Europa kaum Steuern zahlen, da sie dort oft nicht mit Filialen physisch präsent sind.

Trump verschärfte nun seinen Widerstand gegen die Digitalsteuer. "Das sind großartige amerikanische Unternehmen, und ehrlich gesagt will ich nicht, dass Frankreich hergeht und unsere Unternehmen besteuert. Sehr unfair", sagte er. Vielmehr sollten die Vereinigten Staaten die Technologie-Firmen besteuern.

Der dreitägige G7-Gipfel beginnt am Samstag im französischen Biarritz. Angesichts großer inhaltlicher Differenzen will der Gastgeber, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, diesmal auf eine gemeinsame Abschlusserklärung verzichten. Beim G7-Gipfel im vergangenen Jahr hatte Trump seine Zustimmung zu der Abschlusserklärung zurückgezogen. Vor dem diesjährigen Treffen zeigte er sich jedoch optimistisch. "Ich denke, es wird sehr produktiv", sagte Trump vor seiner Abreise.

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder