Die Atomaufsicht erlaubte den Neubau, obwohl NRC-Chef Gregory Jaczko sich wegen der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima gegen das Projekt aussprach. "Ich kann die Vergabe dieser Genehmigung nicht unterstützen, als sei Fukushima niemals passiert", sagte er. Das Atomkraftwerk Fukushima war durch ein verheerendes Erdbeben und einen darauffolgenden Tsunami am 11. März 2011 schwer beschädigt worden. Die Zerstörungen in der Anlage lösten den weltweit schwersten atomaren Unfall seit Tschernobyl 1986 aus. Zehntausende Menschen wurden obdachlos, da ganze Städte wegen der radioaktiven Strahlung unbewohnbar wurden.
In den Vereinigten Staaten erlebt die Atomkraft derzeit eine Renaissance. In einer Grundsatzrede hatte sich US-Präsident Barack Obama nach Fukushima eindeutig zum Bau neuer Kraftwerke bekannt. Um die Abhängigkeit von Ölimporten zu verringern, hat die Regierung Kreditgarantien in Milliardenhöhe für den Ausbau der Kernkraft zugesagt. Washington betrachtet Atomkraftwerke auch als Möglichkeit, den Ausstoß von Treibhausgasen zu drosseln.
Nach Angaben der NRC sind in den USA derzeit mehr als 100 Reaktoren in über 60 Atomkraftwerken am Netz. Der letzte Reaktorneubau wurde 1986 im Bundesstaat Louisiana fertiggestellt. Damals stand das Land noch unter dem Eindruck der Atomkatastrophe von Three Mile Island, wo sich 1979 in einem Reaktorblock eine teilweise Kernschmelze ereignete und Radioaktivität in die Umwelt gelangte.
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