Washington verurteilt tödliche Attacke

USA bieten Ägypten nach Angriff auf Grenzposten Hilfe an

Washington (AFP) - Nach dem tödlichen Angriff auf einen ägyptischen Grenzposten auf der Sinai-Halbinsel haben die USA dem Land Hilfe bei der Sicherung der Region angeboten. Die Sicherheitslage auf der Halbinsel gebe seit geraumer Zeit "Grund zur Sorge" und sei Thema von Gesprächen zwischen beiden Regierungen, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums.
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Ausgebranntes Fahrzeug © AFP

Die USA seien bereit, die ägyptische Regierung bei der von Staatschef Mohammed Mursi zugesagten Wiederherstellung der Sicherheit in der Region zu helfen. Den Angriff verurteilte der Sprecher "auf das Schärfste".

Unterdessen übergab Israel Ägypten die Leichen von sechs Angreifern, die am Vortag 16 ägyptische Grenzschützer getötet hatten. Nach Angaben der israelischen Armee wurde außerdem der Grenzübergang Kerem Schalom (Arabisch: Karm Abu Salem) auf der Sinai-Halbinsel wieder geöffnet, über den die Angreifer anschließend nach Israel eingedrungen waren.

Am Sonntag hatten 35 bewaffnete Männer das Feuer auf den ägyptischen Grenzposten eröffnet und zwei Panzerfahrzeuge in ihre Gewalt gebracht. Als sie mit einem davon auf israelisches Gebiet vordrangen, wurde es von einem israelischen Militärhubschrauber zerstört. Dabei wurden fünf der Attentäter getötet. Ein weiterer Angreifer wurde laut israelischen Medienberichten tot auf einem Pritschenwagen gefunden, der beim Versuch der Grenzüberquerung explodierte.

Ägypten und Israel halten militante Islamisten von der Sinai-Halbinsel und aus dem Gazastreifen für die Täter. In einer von der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena verbreiteten Erklärung kündigte der Oberste Militärrat an, die Armee werde "Rache" an den Attentätern nehmen. Der ägyptische Grenzübergang zum Gazastreifen in Rafah wurde bis auf weiteres geschlossen. Es ist der einzige Übergang zwischen dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Palästinensergebiet und der Außenwelt, der nicht von Israel kontrolliert wird.

Der Regierungschef des Gazastreifens, Ismail Hanija von der radikalislamischen Hamas, erklärte, für den Angriff trage Israel die Verantwortung. Der Angriff sei verübt worden, "um die neue ägyptische Führung zu stören und um Unruhe an der Grenze zu schaffen und so die Bemühungen zunichte zu machen, die (israelische) Belagerung des Gazastreifens zu beenden". Kein Palästinenser wolle Ägypter töten.

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