Sicherheitslage auf Sinai zuletzt stark verschlechtert

USA wollen Ägypten offenbar gegen Extremisten helfen

Washington (AFP) - Angesichts der instabilen Sicherheitslage auf der Sinai-Halbinsel wollen die USA einem Zeitungsbericht zufolge Ägypten unterstützen. Das Verteidigungsministerium in Washington erörtere mit der ägyptischen Seite eine Reihe von Möglichkeiten, wie die Armee und die Polizei im Sinai US-Geheimdienstinformationen nutzen könnten, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Pentagonvertreter.
Militärfahrzeuge auf dem Sinai Bild anzeigen
Militärfahrzeuge auf dem Sinai © AFP

Die Gespräche liefen über Armee- und Geheimdienstkanäle sowie direkt mit der Regierung von Präsident Mohammed Mursi in Kairo, berichtete die Zeitung. US-Außenministerin Hillary Clinton habe mit dem neuen ägyptischen Regierungschef Hischam Kandil wegen der US-Hilfe telefoniert. Ägypten erhält jährlich 1,5 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) Militärhilfe von den USA.

Die Sicherheitslage auf der Sinai-Halbinsel hat sich in der vergangenen Woche dramatisch verschärft. Am Sonntag vor einer Woche wurden 16 ägyptische Soldaten bei einem Überfall auf einen Grenzposten getötet. Ägypten und Israel machen Palästinenser aus dem Gaza-Streifen und Islamisten vom Sinai für den Angriff verantwortlich. Als Reaktion auf den Überfall startete die ägyptische Armee am Mittwoch die größte Militäroperation auf dem Sinai seit Jahrzehnten. Dabei wurden nach Angaben aus Armeekreisen 20 Extremisten getötet.

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